Samstag, 14. Oktober 2017

Eine neue Liebe: Geranium wlassovianum...



War ich im vergangenen Jahr noch total in Philippe Vapelle verliebt, in das schöne Geranium mit den samtenen Blättern und den wunderschönen blauen Blüten, so schwärme ich momentan für das Geranium wlassovianum, den  Sibirischen Storchschnabel.

Im vergangenen Jahr hatte ich mir eine große Pflanze gekauft, sie geteilt und alle sechs Jungpflanzen über den Winter gebracht. Als der Bereich rund um den Efeubaum  im Frühsommer neu gestaltet wurde,  war ich froh, dass ich die inzwischen richtig buschigen Stauden hatte. Sie begannen gerade zu blühen. 
 

Weil ich diese Farbe so liebe und ich den Kreis um den Efeubaum mit ihnen nicht schließen konnte, suchte ich im Gartencenter erneut nach einer großen kräftigen Pflanze. Die bekam ich sogar reduziert für 4,99 Euro. Zu Hause konnte ich sie fast nicht aus dem Topf bekommen. So verwurzelt war die Staude und das Substrat war steinhart. An ein Auseinanderziehen des Wurzelwerks war gar nicht zu denken. Ich mußte das Geranium mit einem alten Küchenmesser zerteilen. Meine Sorge war groß, dass die Vermehrung diesmal nicht klappen könnte.

Ich brachte die Töpfchen auf meine 'Intensivstation für Pflanzen'. Und das Wunder geschah. Obwohl ich die Rhizome stark eingekürzt und sämtliche Blätter abgeschnitten hatte, trieben die Pflanzen sofort wieder aus. Die unteren Töpfe zeigen sie nur vier Wochen nach der Teilung. Ich bin guter Dinge, dass ich sie noch im Spätherbst an den vorgesehenen Platz pflanzen kann.


Wie oben schon erwähnt, habe ich dieses Geranium  erst seit dem vergangenen Jahr. Ich kaufte es, weil es so schön belaubt war, mir die Blätter, die sich im Herbst orangerot verfärben, und die violetten Blüten so gut gefielen. 

Es ist winterhart, gilt als robust und anspruchslos, blüht etwas später als andere Storchschnäbel, und zwar von Juni bis September. Es soll bis 80 cm hoch werden. Das konnte ich noch nicht feststellen, weil die Staude sich bei mir 'liegend' ausbreitet. Ein Rückschnitt nach der Blüte wird empfohlen. 

Es mag Sonne bis Halbschatten. Der Boden sollte humos sein. Die Vermehrung erfolgt durch Samen oder Stecklinge. Ich finde, dass man die Stauden am besten und schnellsten durch Teilung einer großen Pflanze vermehren kann, sofern man nicht paar Dutzend davon benötigt.



Und siehe da: das erste Töpfchen blüht inzwischen, zwei weitere haben ebenfalls Knospen angesetzt. Auf jeden Fall werde ich diese drei Storchschnäbel in den nächsten Tagen schon mal auspflanzen.


Das war mein Gartenglück für diese Woche.

All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein schönes Wochenende.

Kommentare:

  1. Die leuchtenden Farbe der Blüten im Kontrast mit den dunklen Adern sieht toll aus!
    LG, Varis

    AntwortenLöschen
  2. I wish your that your new geraniums grow well and bloom abundantly. Geraniums are such lovely plants. I don't know why but some species of mine grow really well but bloom very little. Need some fertiliser perhaps?

    Have a nice weekend Edith.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das Geranium Rozanne zum Beispiel, liebe Riitta, bekommt bei mir Naturdünger (Oscorna), weil es ja ununterbrochen bis zum Frost blüht. Andere Sorten blühen überreich ohne jeglichen Dünger. Ich glaube, dass das sehr unterschiedlich bei den einzelnen Sorten ist. Das kann man bei den Staudengärtnereien, die diese Pflanzen anbieten, nachlesen. Oft genügt auch etwas Kompost.
      Danke für Deinen Kommentar. Auch Dir ein sonniges Wochenende. LG Edith

      Löschen
  3. Liebe Edith,
    ein ganz wunderbares Geranium.
    Viele liebe Grüße
    Ursula

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Edith,
    das ist doch ein schöner Erfolg, dass alle Pflanzen sofort wieder ausgetrieben haben. Vielleicht liegt es auch an der besonderen Pflege auf der Intensivstation.
    Die Blüten sind mit ihren gut sichtbaren Adern wunderschön, das gibt der Blüte etwas Besonderes. Und das Weiß im Zentrum lässt die Blüte zusammen mit den Adern wie einen leuchtenden Stern erscheinen.
    Ich wünsche Dir noch ein schönes Wochenende.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    AntwortenLöschen
  5. Die Blütenfarbe und -zeichnung gefallen mir sehr gut. Bei mir im Boden gedeihen die Geranien nicht so gut. Sie entwickeln zwar viel Laub aber nur wenige Blüten.
    Liebe Grüße
    Elke
    _______________________
    www.mainzauber.de

    AntwortenLöschen
  6. Liebe Edith, dieser Storchenschnäbel sieht wirklich toll aus! Ich wusste gar nicht, dass man Storchenschnäbel so einfach vermehren kann.

    LG Kathrin

    AntwortenLöschen
  7. Hallo Edith,
    ich mag die freundlichen Blüten dieser Storchschnabelsorte im Garten. Leider habe ich das Problem, dass sie zwar viel Blattwerk, aber kaum Blüten bilden.
    Liebe Grüße von Ingrid

    AntwortenLöschen
  8. Liebe Edith,
    dieses Geranium ist auch eines meiner liebsten...mir gefällt die Herbstfärbung der Blätter ebenfalls so gut.
    Hab einen feinen Spätsommersonntag - lieben Gruß, Marita

    AntwortenLöschen
  9. Liebe Edith,
    ich finde es imme wieder faszinierend, was es alles für tolle Storchschnabelarten gibt. Für alle Standorte, Bodenansprüche und auch für viele Farbvorlieben ist gesorgt. Und wie du es beschreibst, sie sind einfach sehr robust und gut zu vermehren.
    Ich wünsche dir weiter viel Freude an deinem Pflanzennachwuchs.
    Liebe Grüße
    Katharina

    AntwortenLöschen
  10. Dein neuer Storchenschnabel hat eine sehr schöne Farbe und ich kann mir gut einen unter- und umpflanzten Baum damit vorstellen, wenn es blüht.

    Viele Grüße
    Margrit

    AntwortenLöschen
  11. Der Storchschnabel zählt auch auch zu meinen Lieblingsblumen, liebe Edith, dieses leuchtende Blüten-Lila mit den filigranen Zeichnungen und das herrlich grüne Laub finde ich so schön.

    Sonnige Sonntagsgrüße von Traudi.♥

    AntwortenLöschen
  12. Die Blüten deines Storchschnabels sind wunderschön, liebe Edith!
    Herzliche Grüße
    Steffi

    AntwortenLöschen
  13. Liebe Edith,

    im ersten Moment dachte ich, den habe ich auch, aber meiner ist der Kaukasische Storchenschnabel.
    Neu ist bei mir Splish Splash, den auch Ingrid hat. ich freue mich schon ungemein auf die wie gemalten Blüten!

    Mit den Stauden mache ich normalerweise gar nichts, sie wachsen bei mir immer problemlos an und breiten sich rasch aus, vermehren sich also von allein.

    Orangerotes Blattwerk schaut bestimmt hübsch aus. Ich werde mal schauen, wie die Blätter meiner Storchenschnäbel sich verfärben.Die Blüten sehen auch sehr schön aus, ähneln einem meiner Storchenschnäbel.

    Liebe Grüße
    Sara

    AntwortenLöschen
  14. Very pretty and good luck getting so many healthy cuttings!

    AntwortenLöschen
  15. eine zarte SCHÖNHEIT;;;;

    HOB no an feinen ABEND
    bis bald de BIRGIT

    AntwortenLöschen
  16. Ich sehe es bildlich vor mir: Oberschwester Edith in der Notfallstation für Pflanzen mit OP Besteck und Mundschutz. Alles dafür tuend, dass der Patient gedeihen möge. Während sich die Arbeit fast von alleine tut, verliebt sich das Mädel in den Patienten. Oh Oberschwester Edith, nicht schon wieder ... letztes Jahr war Dein Herz doch noch einem anderen Patienten zugeneigt .... Vielen Dank für diesen wunderbaren Post von Heilung und Vermehrung .... LG Marion

    AntwortenLöschen
  17. Liebe Edith,
    Storchschnäbel sind dankbare Pflanzen. Das von dir vorgestellte Geranium sieht nicht nur hübsch aus, es wächst auch gut, wie die Bilder zeigen. Leider habe ich versäumt, mir von meinen Pflanzen Namenslisten anzulegen, deshalb gibt es viele namenlose Exemplare. Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinen Pflanzen.
    Liebe Grüße
    Agnes

    AntwortenLöschen
  18. WOW das ist ja ein ganz wunderbarer Storchschnabel, die Blüten schauen zauberhaft aus.

    Und Glückwunsch zu Deiner Vermehrung, liebe Edith. das ist ja super, dass es so gut klappt. Liegt aber bestimmt auch an Deiner guten Pflege. Ich habe ja den Storchschnabel Rozanne und da er mir so gut gefällt, überlege ich auch immer, ob ich ihn mal ausgraben und teilen sollte.

    Weiterhin viel Freude und guten Gelingen mit Deinem Geranium wlassovianum
    wünscht Dir
    Anke

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Anke, ich habe mindestens 15 große Pflanzen von Rozanne im Vorgarten. Im nächsten Jahr werde ich auch mal eine oder zwei teilen. Im Moment stehen bei mir schon zu viele Töpfe herum. Es hieß immer, dass man Rozanne nicht teilen sollte. Aber eine Bekannte hat es gemacht und aus einer Pflanze vier erhalten. Sie hat sie einfach mit dem Spaten geteilt. Ich würde eher die Erde abschütteln, die Blätter und die Wurzeln zurückschneiden und dann die einzelnen bewurzelten Ableger - wenn es zu viele sind zu dritt - erst mal in Töpfe mit guter Erde setzen. Wenn die Pflanzen neu ausgetrieben und kräftig genug sind, dann im Garten an sonniger Stelle auspflanzen. Danke für Deinen Kommentar.
      Liebe Grüße
      Edith

      Löschen