Freitag, 13. April 2018

Tuinieren maakt gelukkig...


Hetty aus den Niederlanden ist – genau wie ich - davon überzeugt, dass das Gärtnern Menschen glücklich macht. Gerne schaue ich bei TUINVERHALEN vorbei und amüsiere mich köstlich über die Gartengeschichten, in denen Hetty mit einer guten Portion Humor von ihren mit einem Happyend gekrönten Erfolgen oder auch über fehlgeschlagene Versuche und Misserfolge erzählt.




Ein großes Loch in der hintersten Ecke des Hochbeets unseres ehemaligen 'Wasserfalls' zeugt von meinem jüngsten und größten Fehlschlag überhaupt. Unser Nachbar hat dort vor ein paar Tagen ein Bäumchen, das mit mittlerweile drei Metern Höhe ein Baum zu werden drohte, ausgegraben, dieses auf seinen Anhänger geladen, um es anderenorts wieder einzupflanzen. Als ich ihm noch einen Topf mit einem ca. 1,20 m hohen Bäumchen anbot, sagte er: 'Geben Sie es nur her, dort ist viel Platz.'





Der Cornus kousa in meinem Vorgarten zieht seit Jahren im Frühling mit seiner überreichen Blüte alle Blicke auf sich. Seinen dortigen Platz bekam er 1991. Es dauerte Jahre, bis sich nach der Blüte grüne Früchte bildeten, die sich in ein leuchtendes Rot verfärbten, Ähnlichkeit mit Erdbeeren haben und sogar essbar sind.





Meine Tochter war von Anfang an eine große Bewunderin dieses Blühwunders und wollte unbedingt auch einen Cornus kousa in ihrem Garten haben. Dann entdeckte ich vor ein paar Jahren eine ganze Anzahl von Sämlingen unter dem Baum. Beim Naschen der Früchte hatte ich die Samen einfach aufs Land gespuckt. Die Freude über die Bäumchen war groß.





Drei der Sämlinge pflanzte ich in Töpfe, hegte und pflegte sie, so dass sie sich gut entwickelten. Einen Topf verkaufte ich für 1,50 Euro auf der Staudenbörse. Das schönste Exemplar pflanzte ich ins Hochbeet mit dem Versprechen an meine Tochter, dass – sobald sich die ersten viereckigen weißen Blüten zeigen – dieser Baum in ihren Garten kommt.





In jedem Frühjahr standen wir vor dem Bäumchen, hielten Ausschau nach ersten Knospen, wobei mir bekannt ist, dass durch Stecklinge vermehrte Sträucher schneller blühen als Sämlinge. Also übten wir uns in Geduld.





Letztes Jahr im Frühling war es endlich so weit: Knospen in Sicht. Die Spannung stieg. Dann die Enttäuschung, sie bildeten Puschel mit unscheinbaren grünlich-weißen Blüten, aus denen sich schließlich grüne Kügelchen entwickelten. Und das nach der jahrelangen Vorfreude! Ob die Kügelchen sich noch verfärbten, kann ich nicht sagen. Sie waren, als ich noch einmal schauen wollte, weg, wahrscheinlich von den Vögeln meines Gartens verspeist worden.





Das ist das traurige Ende meines Versuchs, einen Cornus kousa aus Samen heranziehen zu wollen. Ich glaube, ich bin es meiner Tochter - nachdem ich sie jahrelang auf die Folter gespannt habe - schuldig, mal tief in die Tasche zu greifen und ihr einen blühenden Cornus kousa im Kübel zu schenken. Ich weiß auch schon, wo ich eine große Auswahl finde: in Ahaus und Holtwick...


Und wie ist es bei Euch mit den Erfolgen und Misserfolgen? Macht Euch das 'Tuinieren' glücklich?

Wer von Euch hat eventuell noch Zeit und Lust auf die Geschichte von Cornus & Kousa?

Verlinkt mit:

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende, bleibt gesund,
Eure Edith

Kommentare:

  1. Liebe Edith,
    ich mußte gerade schmunzeln als ich deine Geschichte über den Cornus las und bin schon auf deine nächste Geschichte gespannt. Dieser Sämling ist wohl zurückgefallen in seinen Ursprung. Ich habe auch einen Cornus (Venus) 3 Jahre alt und hätte gerne noch einen rosa-farbigen, habe aber keinen geeigneten Platz. "Schade, oder Gott sei Dank". Deiner ist ja wunderschön. Weißt du, was mir gerade einfällt, ich habe gestern das 2.mal einen Kofferraum voll an Pflanzen einer Gartenfreundin verschenkt. Darunter waren 4 oder 5 Sämlinge von Gartenhibiskus, sie waren schon einen halben Meter hoch, hatten aber noch nicht geblüht. Hoffentlich sind die echt. Ansonsten waren es ganz viele Primeln, Hasenglöckchen, Traubenhyazinthen, Blausternchen, Funkien, Gämswurz, Brodiaea, blaue Disteln und vieles mehr. Die arme hatte heute viel Arbeit zum einpflanzen.
    Liebe Edith, mach weiter so mit deinen Gartengeschichten und las dich dich nicht abhalten von den neuen Datenschutz-Bestimmungen. Wenn du willst, meine Tochter hat evtl. einen Link dazu. Ich lese so gerne bei dir.
    Grüße von Ilona

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  2. Dear Edith, I feel honoured to be in your blog post! And about the Kousa, this is gardening in a nutshell! This is a story your daughter will remember for the rest of her life. In gardening, even the bad times are good. Buy one for her , be proud she is a garderen too. Groetjes Hetty

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  3. Liebe Edith,
    Der Corpus ist ja beeindruckend! Dass er Bewunderung findet, ist klar. Schade, dass Deine Tochter ihn nun doch nicht bekommen kann. Hoffentlich bekommst Du einen für sie.
    Liebe Grüße
    Steffi

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  4. Herrlich, deine blüten! Mit ausspucken vermehren ist auch eine Option, aber sehr gut gelungen.
    Lieben Gruß ins Wochenende, klärchen marie

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  5. Liebe Edith,
    ich habe leider keinen Cornus im Garten. Aber es steht einer im Nachbargarten. Er sieht prächtig aus, wenn er blüht. Ärgere Dich nicht, war doch ein spannender Versuch mit dem Bäumchen. Jetzt kaufst Du einen etwas größeren Cornus und wenn er dann blüht, werdet ihr euch oft an den Fehlversuch erinnern.
    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag,
    Agnes

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    1. Wenn ich meiner Tochter einen Cornus kousa kaufe, liebe Agnes, dann nur einen in voller Blüte. Etwas anderes käme für mich nicht in Frage. Es gibt ja so viele verschiedene Sorten, die teilweise richtig groß werden und nicht für kleinere Gärten geeignet sind.
      Danke für Deinen Kommentar.
      LG Edith

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  6. Liebe Edith,
    dass Gartenarbeit glücklich macht, kann ich nur bestätigen, denn ich komme gerade aus dem Garten...
    Nicht glücklich bin ich über die momentane Entwicklung im Blogländle aufgrund der neuen EU-DSGVO. Mir fehlt jetzt noch mehr die Lust am Bloggen und so setze ich andere Prioritäten.
    Sage nur: Garten und Beginn der schönsten Draußen-Jahreszeit... Spontan habe ich mich dazu entschlossen, meinen Drosselgarten nach fast 9 Jahren mit sehr viel Herzweh ruhen zu lassen und werde jetzt wieder stille Leserin. Von Google+ habe ich mich getrennt.
    Ich danke Dir sehr für die gemeinsame, wunderbare Zeit in den unendlichen Weiten...
    Alles Liebe für Dich.
    Herzlichst Traudi. aus dem Drosselgarten.

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    1. Es ist schon traurig, liebe Traudi, ich wollte Deinem Blog gerade noch einen letzten Besuch abstatten, geht leider nicht mehr. Deshalb wünsche ich Dir auf diesem Wege von Herzen alles Liebe und Gute, genieße die schöne Jahreszeit und bleib gesund. Vielleicht gibt es ja doch noch irgendwann ein Wiederlesen.
      Herzlichst Edith

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  7. wow
    was für ein toller Baum
    den kenne ich gar nicht ..
    tja.. mal hat man Glück und mal nicht ;)
    obwohl mir die puscheligen Blütchen auch gefallen

    liebe Grüße
    Rosi

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  8. Oh wie schade!
    Mit Stecklingen hättest Du wohl eindeutig mehr Glück gehabt! Aber es dauert halt auch, bis die Pflanzen eine ansehnliche Größe haben.

    Was jedoch der Blumenhartriegel mit den Bäumen an der Grenze zum Nachbarn zu tun hat, erschließt sich mir nicht so ganz? Hattest Du ihm diesen Hartriegel angeboten?

    Ich nehme es nicht so tragisch. Bei Rosen ist mir das auch schon öfter passiert. Wollte schon ewig die Rosa Glauca, was habe ich für Stecklinge genommen, aber kein einziger ging an! Inzwischen habe ich das Interesse verloren. Irgendwann läufts dann wohl auf eine Stadtwohnung hinaus. Daher beschränke ich mich jetzt in vielem.

    Liebe Grüße auch hier
    Sara

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    1. Ich hatte unserem Nachbarn, der Gärtner ist, von dem Hartriegel erzählt und dass ich ihn nicht mehr bei mir im Garten haben möchte. Er ist Gärtner und pflanzt Überflüssiges aus meinem Garten bei Kunden ein, die viel Platz und wenig Geld haben; denn wo etwas steht, kann kein Unkraut wachsen. Ich nehme nichts für die Pflanzen. Er nimmt nichts fürs Ausgraben. Die Kunden sind froh.
      Danke für Deinen Kommentar.
      LG Edith

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