Donnerstag, 18. Januar 2018

Orkan Friederike...

Donnerstag, der 18. Januar 2018. Ein Sturm heult ums Haus wie schon lange nicht mehr. Ich stehe vor der Terrassentür und schaue besorgt in den Garten. Die großen Bäume torkeln hin und her. Meine Sorge gilt dem Sichtschutz. Wird er diesen orkanartigen Attacken standhalten? 


Da klingelt das Telefon. Meine Tochter ist am Apparat. 'Mamsi, bleib bloß im Haus. Hier fliegen die Dachpfannen und die Mülleimer durch die Gegend. Hast du alles im Haus?' 'Danke, mach dir keine Sorgen. Bleib du, wo du bist und fahre am Abend erst nach Hause, wenn der Sturm sich gelegt hat.' 'Mach ich und tschüss'. Da heult auch schon die Sirene der Feuerwehr.

Mein Blick in den Garten fällt auf das Vogelhaus. Was ist das für ein Gewusel? Ich greife nach meiner Kamera, die zufällig auf dem Tisch liegt. Ein Eichhörnchen hat fluchtartig die Weymouthskiefer verlassen und sucht Schutz im Vogelhaus. Zunächst sehe ich nur ein Gewusel. Aber dann hat es sich 'sortiert' und macht sich über die Sonnenblumenkerne her. 

Plötzlich ist es mit einem Satz auf der Mauer. Das war wohl keine gute Idee, also wieder zurück ins Häuschen. Noch etwas knabbern und dann ein mutiger Sprung in den Buxbaum und nichts wie weg.

Kaum liegt der Fotoapparat auf dem Tisch, ist es schon wieder zurückgekehrt. Ich mache noch einige Bilder, während ich überlege, ob ich mit meiner Nikon nicht bessere Fotos machen könnte. Das sonst so scheue Tier nimmt mich gar nicht wahr. 

Als ich mit der Kamera in der Hand zur Terrassentür gehe, ist das Vogelhäuschen leer. Keine Spur vom Eichhörnchen, als hätte ich das alles nur geträumt...









 






 

Die Fotos entstanden in der Zeit von 11.04 bis 11.14 Uhr. Ich habe durch die Scheibe der Terrassentür fotografiert. Die Bilder sind unscharf, für mich aber ein Glücksfall.

Die Wettervorhersage für heute: 'Es wird stürmisch bei Höchstwerten von 7'. Das sagt mir nichts. Was draußen vor sich geht, macht mir schon ein wenig Angst.




All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen ruhigen Tag.

Kommentare:

  1. Was Stürme angeht, sind wir im hohen Norden arg gebeutelt. Orkan Christian und Xaver haben vor einigen Jahren kurz aufeinanderfolgend mit einer Geschwindigkeit von bis zu 220 km/h hier die komplette Landschaft verwüstet. Unzählige Bäume wurden entwurzelt, Dächer abgedeckt, Sogar Gartenhäuser habe ich fliegen sehen... es war unglaublich. Die Kinder wurden in den Schulen behalten, Busse, Bahnen, Autoverkehr kam komplett zum Erliegen. Das Beste was man machen kann, ist nicht aus dem Haus zu gehen. Mein Mann ist aus beruflichen Gründen mitten im Zentrum des Chaos. Ich mache drei Kreuze, wenn er heil wieder bei uns angekommen ist. Liebe Grüße

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  2. Was Stürme angeht, sind wir im hohen Norden arg gebeutelt. Orkan Christian und Xaver haben vor einigen Jahren kurz aufeinanderfolgend mit einer Geschwindigkeit von bis zu 220 km/h hier die komplette Landschaft verwüstet. Unzählige Bäume wurden entwurzelt, Dächer abgedeckt, Sogar Gartenhäuser habe ich fliegen sehen... es war unglaublich. Die Kinder wurden in den Schulen behalten, Busse, Bahnen, Autoverkehr kam komplett zum Erliegen. Das Beste was man machen kann, ist nicht aus dem Haus zu gehen. Mein Mann ist aus beruflichen Gründen mitten im Zentrum des Chaos. Ich mache drei Kreuze, wenn er heil wieder bei uns angekommen ist. Liebe Grüße

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    1. Ich drücke die Daumen, dass alles gut geht und er gesund nach Hause kommt. Natürlich war ich auch in Sorge, ob meine Tochter auswärtige Termine wahrzunehmen hat und ob den Enkel in der Schule bei diesem Sturm nicht die Angst überfällt. Die Schulkinder sollen wohl nach den ersten zwei Stunden von den Eltern abgeholt worden sein. Das Wetter scheint sich gerade etwas zu beruhigen. Hoffen wir, dass das Schlimmste vorbei ist.
      Danke für Deinen Kommentar.
      Liebe Grüße
      Edith

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  3. Ja, da hatte wohl einer Hunger... ich mag die Tierchen sehr gern und hab mich über Deinen Beitrag sehr gefreut :)
    Hier tobt auch grad der Orkan, aber ich gehe bei Dunkelheit doch nochmal raus, um ein "Katzenfutterhaus" für eine halbverhungerte herrenlose Miez neu zu füllen. Sie treibt sich hier paar Staszen weiter rum, ist aber viel zu scheu, um sich sehen bzw. besser helfen zu lassen. Ich kann ein Lied von solchen - zu Recht - misztauischen Tieren singen, meine eigene war damals genau so ein verhungertes verletztes Etwas... es hat lange gebraucht, nun ist sie ein stattliches majestätisches Tier. Aber vorsichtig geblieben...
    Liebe Grüsze
    Mascha

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  4. Liebe Edith,
    wir hatten die letzten Tage auch Sturm, er hiess Evi, und für uns war er stark. Aber ich glaube, bei euch sind die Stürme extremer, also seit ich mich erinnern kann, war noch nie schulfrei wegen Sturm.
    Soeben war ich mit einer Kollegin und ihrem Hund spazieren und wir sahen einige umgestürzte Bäume. Vorsichtshalber blieben wir ausserhalb des Waldes.
    Jetzt hoffe ich, dass bei dir alles gut geht und du nicht zuviel Angst haben musst. Übrigens, die Fotos sind sehr gut, Tiere zu fotografieren ist sehr schwierig!
    Liebe Grüsse zu dir ins Münsterland
    Eda

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  5. OH, ich drück dir die Daumen dass nichts kaputt geht!
    Diese Schnappschüsse sind wirklich etwas Besonderes, hoffe das Kleine kann sich gut in Sicherheit bringen.
    Bleib schön drin, wo du bist
    alles Liebe von mir
    Sophia

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  6. Hallo Edith,
    das Eichhörnchen ist soooo niedlich. Schön, dass Du es mit der Kamera erwischt hast.
    Mir macht der Sturm auch Angst. Zumal ich alleine bin. Auch nächste Woche werden wieder Orkanböen erwartet. Ich bin heilfroh wenn dieser Winter vorüber ist.
    Liebe Grüße von Ingrid

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  7. Liebe Edith,
    ich hoffe sehr, dass der Sturm vorüberzieht ohne größere Schäden bei euch zu hinterlassen. Mach es wie das Eichhörnchen und bunker dich ein ;-) Die Fotos sind übrigens entzückend!

    Liebe Grüße
    Hilda

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  8. Wie gut, dass deine Kamera bereit lag, so herzig wie sich das Eichhörnchen präsentiert.
    Bei uns hält sich der Sturm in Grenzen aber in den Wald gehe ich trotzdem nicht.
    L G Pia

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  9. Liebe Edith,
    nah das Eichhörnchen gefällt es lieber im Vogelhäuschen und knabbern wie den Sturm ausgesetzt zu sein, tolle Szene von den süssen Eichhörnchen. Bei mir gings ausser dass es viel geschneit hat wa smich aber gefreut hat.
    Schönen Abend wünsche ich dir!
    Lieben Gruss Elke

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  10. Liebe Edith,
    das Eichhörnchen hatte sich ja einen schönen OrkanSchutz gesucht und dir die Gelegenheit geboten, es ausgiebig bei seinem putzigen Verhalten zu knipsen. Hier in der Gegend halten sich die Schäden durch Friederike in Grenzen, im Garten scheint alles okay...zumindest was ich grad in der Dunkelheit so sehen konnte.
    Einen gemütlichen Abend und lieben Gruß, Marita

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  11. Liebe Edith, da hat es Euch viel schlimmer erwischt als uns. 7 Bft (Beaufort) ist eine Messeinheit für die Windstärke. Ab 4 Bft gibt es Schaumkronen am Wasser und dann steigert es sich nach oben.

    LG Kathrin

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    1. Windstärke sieben ist schon ganz schön viel. Bei Windstärke neun war ich mal auf einem Schiff nach Helgoland, ein unvergessliches Erlebnis. Danke, liebe Kathrin, für Deinen Kommentar und die Aufklärung. Einen schönen Tag und liebe Grüße
      Edith

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  12. Da hatte der Sturm auch was Gutes... immerhin sind Dir tolle Bilder gelungen! Hier soll es noch bis Mitternacht weiter stürmen. Aber zum Glück nicht mehr ganz so heftig!
    Viele Grüße von Margit

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  13. Der kleine Kerl ist doch noch in Deckung gegangen. Was bleibt einem schon übrig, bei dem Wetter mit Sturm und Schnee. Gestern mußten wir zwar noch raus in die Stadt (Termin) und bei diesem Schneetreiben gabs einige Unfälle in der näheren Umgebung mit umgestürzten LKW`s. Glücklicherweise ist es heute abend ruhiger geworden und der Schnee ist wieder weg. Ich hoffe, daß es bei euch auch glimpflich verlaufen ist, ich habe es im Fernsehen verfolgt, daß es auch bei euch heftig stürmte.
    Du kannst dich wenigstens freuen, daß du den kleinen Kerl aufs Foto gebracht hast und deinem Enkel zeigen kannst.
    Grüße von Ilona

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    1. Wie es auch so manches Mal im Leben ist, so hat sich auch draußen der Sturm wieder gelegt. Zum Glück gab es keine schlimmen Schäden bei uns. Der Wetterhahn hat Schlagseite, überall Tannennadeln und Tannenzapfen. Es hätte schlimmer kommen können. Einen schönen Tag und liebe Grüße
      Edith

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  14. Liebe Edith,
    ich hoffe, Du, Deine Familie und all die anderen Menschen, ihr alle seid unbeschadet aus diesen Wetterunbillen hervorgegangen??? Was ich so in den nachrichten sehen musste war erschreckend...Dass Bäume wie Streichhölzer fallen hatten wir hier auch schon, aber das ist viele Jahre her...Der Orkan heute war bei uns nicht ganz so schlimm, aber er brachte ganz Badewannen von Regen mit sich...Der untere Teil unseres Gartens, das sog. "Nussiland" steht unter Wasser...Schon wieder...Das wird im Pflanzenreich Ausfälle geben, ganz sicher...

    Aber jetzt noch etwas anderes:

    Liebe Edith,
    zuerst Danke! für Deine Zustimmung auf meinem Blog bzgl. Bärlauch und Hühnersuppe!
    Ja, es sind wirklich exzellente Helfer bei grippalen Infekten!!!

    U N D Problem gelöst...Gott sei Dank!!!
    Ich hatte es schon gestern Nacht erkannt, war aber einfach zu müde...
    Auf meiner "Arbeitsseite" waren diese Zeilen auch nicht in Großbuchstaben verfasst...Aber ich hatte den Fehler gemacht, sie aus meinem eigenen Entwurf für das Amtsblatt heraus zu kopieren...dann passiert so etwas leider schon einmal...Ich wollte Zeit sparen...
    Naja, heute habe ich den Text einfach noch einmal geschrieben, mit Abschnitten versehen und schon ist er lesbar...die Großbuchstaben waren eine echte Zumutung!!! Sorry!!!
    Alles Liebe für Dich
    Heidi

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    1. Solche Sachen sind mir auch schon passiert, liebe Heidi, am Anfang habe ich den 'Text' meiner Posts unter 'Office' verfaßt. Nach dem Kopieren musste ich ihn dann auch oft neu schreiben, weil die Schrift einfach zu klein war und ich sie nicht größer bekam. Nun schreibe ich immer direkt unter 'Neuer Post' und lege das Ganze bis zur Veröffentlichung auf 'Entwurf'. Danke für Deinen Kommentar.
      LG Edith

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  15. entzückende Bilder von dem kleinen Kerlchen, ich hab sie mir mit Vergnügen angesehen, es ist ja doch zu selten dass man sie so versunken in ihre Tätigkeit so nah sieht, der kleine Kerl was bestimmt tüchtig erschrocken vom Sturm, ein Glück gab es für ihn diese Unterschupfmöglichkeit.ich denke in irgendwelchen Wipfeln der Bäume hätt es ihn tüchtiger zerzauselt, ein schlaues Tier wie man sieht.du hast ihn wunderschön mit deiner kleinen Camera abgelichtet.
    der sturm hat ja tüchtig zugeschlagen überall, die Nachrichten darüber erschreckend in welcher Abfolge jetzt die Stürme und in welcher Heftigkeit sie geschehen.Überall und wohin man sieht, das ist schon ziemlich beängstigend.
    Wers kann zuhause bleiben, als ob man das so einfach immer könnte!
    danke für die schönen Tierbilder
    viele Grüße
    angelface

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    1. Danke, Angelface, für Deinen Kommentar. Ja, diese regelmäßig wiederkehrenden Stürme sind schon beängstigend.
      Was mich beim Eichhörnchen am meisten gewundert hat, war die Tatsache, dass es sogar noch seinen buschigen Schwanz unterbringen konnte. Dann steckte es immer mal wieder den Kopf aus dem Häuschen, um zu schauen, ob sich der Sturm gelegt hatte. Man sieht es besonders auf dem einen Foto, wie beide Ohre erst gerade hochstehen und dann vom Sturm nach links gedrückt werden. Trotz allem war es ein spaßiges Erlebnis.
      LG
      Edith

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  16. Ich wäre schon froh, wenn ich unser Eichhörnchen überhaupt mal so ablichten könnte. Wenn es in meinem Futterhaus verschwindet, sehe ich es nicht mehr. Ansonsten ist es auch immer schneller, als mein Griff zur Kamera.
    Ganz süße Fotos...:-))
    LG Sigrun

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  17. Gratuliere zum Fotografenglück !
    Tolle Schnappschüße, die die Unschärfe wett machen.Durch Fensterscheiben ist nicht so einfach klare Bilder zu bekommen, besonders wenn man heran zoomt.
    Aber ich bin ganz begeistert von deiner kleinen Reportage.
    Liebe Grüße

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  18. Liebe Edith,
    wohl dem, der bei so einem Sturm einen sicheren Rückzugsort hat.
    Ich muss oft an die Tiere da draußen denken wenn Orkanböen (oder auch Dauerregen, eisige Kälte…) durchs Land ziehen….
    Da hatte das Eichhörnchen ja Glück, dass es sich bei dir nochmal stärken konnte bevor es weitergezogen ist. Und du wart zur rechten Zeit am rechten Ort um das alles zu beobachten und sogar noch Fotos machen zu können.

    ♡ ♥ ♡ ♥ ♡ ♥ ♡ ♥ ♡
    Herzlich grüßt
    Uschi

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  19. Das ist ja putzig das Eichhörnchen. Da hat es den richtigen Rückzugsort gefunden.
    Uns hat der Orkan Gottseidank auch verschont. Nur die großen Eichen um unser Grundstück haben viel Äste verloren. Aber nichts größeres.
    Dir ein schönes Wochenende
    LG Marina

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  20. Liebe Edith,
    Du hast den Gast erwischt! Schöne Aufnahmen. Ich freue mich jedes mal, wenn ich Eichhörnchen an der Futterstelle sehe. Der Sturm hat bei uns keine Schäden angerichtet, zum Glück. Ich hoffe bei Dir auch nicht.
    Liebe Grüße
    Loretta

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  21. Liebe Edith,
    Auch wenn sie unscharf sind, sind sie doch bezaubernd geworden!
    Ich hoffe, Ihr habt den Sturm gut überstanden!
    Liebe Grüße
    Steffi

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  22. Schade, dass sich zu uns keine Eichhörnchen verirren können. Wir haben im Dorf zu wenig Bäume. Viele fällen ihre hohen Bäume aus Angst vor den Orkanen, die jetzt immer öfter auftreten. Und der nächste Wald ist auch zu weit weg.

    Liebe Grüße auch hier
    Sara

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