Dienstag, 21. November 2017

Das Ende meiner Betonpilzproduktion...



In meinem ersten Betonpilzpost fragte ich Euch, liebe Leserinnen und Leser, ob ich die Pilze so lassen oder bemalen sollte. Fast alle Leser waren für 'so lassen'. Und als ich dann meine ersten farbigen Pilze vorstellte, versicherte ich, dass es noch reichlich unbemalte Exemplare geben würde. Hier folgt nun der Beweis. 

Am Anfang war ich froh, dass die Methode mit den Perlonstrümpfen so gut klappte, sich das Ergebnis sehen lassen konnte und von all meinen Lieben daheim als Pilz erkannt wurde.  Mit dieser Form fing meine 'Pilzproduktion' also an.
 


Wer mich kennt, der weiß, dass mich (immer wieder) dieselben Dinge schnell langweilen. Die Idee für eine neue kugelige Hutform hatte ich beim Geschirrspülen. Nachfolgende Fotos zeigen mein zweites 'Modell'.  Ein Kristallglasschälchen mit Fuß wurde dafür zweckentfremdet, zum eigenen Schutz allerdings in einen Gefrierbeutel gesteckt, wodurch erfreulicherweise das schöne Muster am Rand von selbst zustande kommt.



Die  nachfolgenden Fotos zeigen meine Lieblingsform. Ich bevorzuge sie, weil man auf diese Weise jede Hutgröße ohne großen Aufwand herstellen kann. 

Das Wetter beim Fotografieren war äußerst trübe. Deshalb sind die schönen Strukturen auf den 'Hüten' leider nicht richtig zu erkennen.  Auf den Fotos meines letzten Posts wirken sie ganz toll, finde ich jedenfalls.

Wie die Form entsteht? Für die Leser, die auch auf den Pilzgeschmack gekommen ist, erkläre ich es hier: Da der Kies, den ich mir von meiner Tochter geholt hatte, sich für meine Zwecke als zu grob erwies, verteilte ich ihn auf vier Plastikpflanzschalen, formte mit den Händen Mulden im Sand, die ich mit etwas stärkerer Plastikfolie abdeckte, diese dann mit der Zementmasse ausfüllte und glattstrich. 

Da für mich die größte Schwierigkeit das Zusammenfügen von Stiel und Hut mittels Betonbrei ist, hatte ich die Idee, den Hut mit einer Vertiefung zu versehen. Dafür drücke ich den Plastikverschluss eines leeren Gewürzglases in die Mitte des Breies. Die entstandene, gut 1 cm tiefe Mulde schräge ich noch mit den Fingern seitlich ab.  Die Stiele formt man - wie bei den anderen Pilzen auch - mit Hilfe von Perlonsocken.

Nach 24 Stunden ist der Beton so fest, dass man Hut und  Stiel aus der Form bzw. aus den Strümpfen nehmen, zum Trocknen an einen geeigneten Platz legen und nach weiteren 24 Stunden die Pilze zusammensetzen kann.

Beim Zusammensetzen fülle ich Betonbrei in die Vertiefung des Hutes, stelle dann den Stiel darauf, fixiere beides stramm mit Bändern, die ich aus den Perlonstrümpfen geschnitten habe, so dass ich dann beide Hände zum Verputzen frei habe.

Nach 24 Stunden ist der Beton so fest, dass man den Pilz zum endgültigen Trocknen wegstellen kann. Das ist alles.




Bei meinen vier grün bemalten Pilzen vom letzten Pilzpost habe ich mit Kompottschälchen experimentiert. Die ebene Fläche auf dem Hut stört mich ein wenig, obwohl sie, wenn der Pilz im Garten steht, gar nicht auffällt.

Dann gab es noch einen Fehlversuch, der viel Betonbrei 'schluckte', den ich hier verständlicherweise nicht vorstellen werde. Aber das war auch mein einziger Misserfolg in Sachen 'Pilzproduktion', die mit diesem Post als abgeschlossen gilt, hoffe ich jedenfalls. Aber beschwören möchte ich es nicht...

Kommentare:

  1. Hallo Edith,
    auch diese Pilzformen gefallen mir alle sehr gut und bemalt werden sie noch besser aussehen, was Du ja schon in den vorangegangenen Beiträgen bestens bewiesen hast.
    Die Form auf den Fotos 4 + 5 erinnert mich an einen Satanspilz!
    LG Heidi

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  2. Liebe Edith,
    ich war ja auch für "nicht bemalen", bin mir aber gar nicht mehr so sicher. Ich denke, beide Varianten sehen gleich toll aus.
    Liebe Grüße
    Heike

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  3. Hallo Edith,
    auch unbemalt sind die Pilze schön. Ich könnte mich nicht für eine bestimmte Form oder Farbe entscheiden, denn hübsch sind alle.
    Liebe Grüße von Ingrid

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  4. Liebe Edith, so lief Deine Pilzproduktion also ab. Sehr spannend! Ich konnte mich bis jetzt nicht zu Betonbasteleien im größeren Stil durchringen.

    LG Kathrin

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  5. Liebe Edith
    das sind wunderbare Pilze die du geformt hast aus Beton. Ich mag sie so und auch gemalt. Eine grossartige Idee!
    Lieben Gruss Elke

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  6. Liebe Edith,
    deine Pilzproduktion finde ich sehr spannend und die Pilze sind wirklich gut gelungen. Obwohl ich auch für "so lassen" war, haben mir die bemalten Pilze auch gefallen.
    Viele liebe Grüße
    Ursula

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  7. Liebe Edith,
    ich mag Deine Pilze sehr, die unterschiedlichen Formen der "Dächer" gefallen mir und ich würde einen leuchtend roten Fliegenpilz mit kleinen weißen Punkten..... aber so wie ich lese, hast Du schon welche bemalt und die gucke ich mir jetzt an *lach* und klick...

    Liebe Drosselgartengrüße von Traudi.♥

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  8. Your mushrooms are so pretty - in color or without. Thank you for explaining your 'production process' :) Maybe I'll try next year - now we have snow...
    Wishing you a lovely evening Edith.

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  9. Wundervolle Pilzproduktion, liebe Edith! Alle, bunt und unbemalt.
    Beides hat was.
    LG lykka

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  10. Liebe Edith,
    also ich muss ja sagen: Hut ab vor Deiner Ausdauer! So viel Geduld mit dem Gebatzel hätte ich nicht gehabt :-). Aber schaut toll aus und macht sich im Herbstgarten auch wirklich gut!
    Liebe Grüße,
    Krümel

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  11. Ich finde alle Deine Pilze einfach wunderbar, liebe Edith. Mit Kies und Folie schreibst Du?! Echt toll!! Ein wunderschöner Hingucker im herbstlichen Garten. Ganz liebe Grüße, Nicole

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  12. Hallo Edith, wow die Pilze sind so schön geworden.
    Ich mag jede Form und sie sehen so einzigartig aus.
    Egal ob farbig oder in Natura, ich mag beises.
    Kann mir vorstellen, das das werkeln der Pilze süchtig macht.
    Schick dir liebe Grüße, Moni

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  13. Da warst du ja ganz schön fleißig, liebe Edith. Deine Werke sehen einfach toll aus. Bei Gebäuden bin ich meist nicht so ein Beton-Fan, aber für diese Werke gibt es ein deutliches Daumenhoch-Zeichen. Fein, dass du auch gleich erklärt hast wie es geht.
    Ach ja, ich stelle mich auch auf die Seite der So-lassen-Befürworter.

    ♥ ♡ ♥ ♡ ♥ ♡ ♥
    Herzlich grüßt
    Uschi

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  14. Liebe Edith,
    da hast Du viel Erfahrung beim Basteln der Pilze aus Beton gesammelt. Mir haben schließlich alle Pilze gefallen. Die Unbemalten werden sich noch zeigen, mit der Zeit werden diese Pilze von vielen Flechten bedeckt. Ich hoffe ein paar Bilder von ihnen später zu sehen.
    Liebe Grüße
    Loretta

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  15. Du stellt`s deine Produktion ein, schade, da hätte ich doch auch bestellen sollen, aber das Gewicht ist doch ziemlich hoch, um zu verschicken? Ich meine, die Pilze sind dir alle gut gelungen, sehr schön und natürlich.
    Blühen bei dir auch schon die Christrosen niger?, bei mir seit ca. 3 Wochen. Endlich habe ich die richtige Sorte erwischt, die schon vor Weihnachten blüht. Meine alten Ch. niger blühten im August und im April. Hast du schon die Neuen "H. glandorfensis"Ice N-Rosen entdeckt?, oder die Klone
    Grüße von Ilona

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    1. Bei mir blüht eine Christrose im Topf, liebe Ilona, zunächst mit einer Blüte. Aber da kommt noch mehr. Nein, die neuen Sorten habe ich noch nicht entdeckt. Ich suche auch nicht mehr, bin mit dem zufrieden, was in meinem Garten wächst. Man kann nicht alles haben. Danke für Deinen Kommentar.
      Liebe Grüße und einen schönen Tag
      Edith

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  16. Wundervoll, liebe Edith! Da kann man nur sagen Hut ab! :-) Ich mag die schlichten Pilze ganz oben am liebsten! Aber das mit dem Langweilen kenne auch ich.

    Ich habe dieses Jahr Holzpilze gekauft, Fliegenpilze, die ich auch sehr hübsch finde. Zufällig im Krankenhaus bei meiner Mutter gesehen ... So kommt man immer wieder auf neue Ideen. Selbst anfertigen schaffe ich derzeit nichts.

    Viele liebe Grüße
    Sara

    PS: Ich habe Dich bei Edith/Naturwandererin gelesen - bezüglich der Kamera und dort noch was dazu geschrieben. Deine Bilder hier sind doch klasse geworden!

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    1. Danke, liebe Sara, dass Du Dir die Zeit zum Stöbern bei mir und für die vielen Kommentare genommen hast. Ich hatte Dich auch schon vermisst, verstehe aber auch, dass man nicht mehr überall reinschauen kann, wenn die Bog-Liste immer länger wird. Das wirkliche Leben fordert uns schließlich auch und findet ja woanders statt. Nun schaue ich mal bei der Naturwanderin vorbei.
      Einen schönen Tag und liebe Grüße
      Edith

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