Dienstag, 18. April 2017

Jäger, Sammler & Gartenverrückte...

Okay, wahrscheinlich handelt es sich bei Ghislanas Impulsbild beim Bilder-Pingpong um ein Regal in einem japanischen Teeladen, den sie während ihres Urlaubs in Japan aufgesucht hat.

Ghislana Impulsbild

Mein erster Gedanke beim Betrachten des Fotos aber war 'Sammelleidenschaft'. Und gleich mein zweiter Gedanke ging in die Richtung 'Mitleid' und 'gut, dass ich das weitgehend hinter mir gelassen habe'.


Erst jetzt beim Lesen fällt mir auf, was der Begriff SammelLEIDENschaft auch beinhaltet. Das löst ein Lächeln bei mir aus. 

Ja, ich weiß, dass Menschen seit ewigen Zeiten Jäger und Sammler sind. Sie jagen Dingen hinterher, um sie zu besitzen. Ursprünglich ging es dabei ums nackte Überleben. In der heutigen Zeit aber haben viele Menschen diese Disziplin zu ihrem Lieblingssport gemacht. Wie ging doch noch die Werbung? Mein Auto, mein Haus, mein Boot. Das imponiert heutzutage niemandem mehr. 



Wer beeindrucken will,  der fährt mit einer Limousine der Mercedes-Benz S-Klasse in Luxusausstattung und mit einem Chauffeur vor, der kreuzt mit seiner Luxus-Yacht und eigenem Kapitän auf den Weltmeeren herum oder der fliegt von einem Event zum nächsten gleich mit dem eigenen Helikopter.

Inzwischen gibt es Millionäre wie Sand am Meer. Das ist keine Besonderheit mehr. Was sind schon 'one million dollar'? Darüber können Multimillionäre nur müde lächeln. Und wenn demnächst Milliardäre zum Mond fliegen werden, dann ist der Preis dafür für sie nicht viel mehr als nur ein 'Taschengeld', das 'Otto-Normal-Verbraucher' selbst in sieben Leben nicht erwirtschaften kann. 



Ich gebe es ja zu. In meinem bescheidenen Rahmen habe ich auch gesammelt. Als junges Mädchen war ich im Lesering, habe Bücher gesammelt. Später begeisterte ich mich für Glas, Porzellan und Skandinavisches Design. Etliche Erinnerungsstücke aus meinen Dänemarkurlauben zeugen davon. Auch wollte ich nie etwas zum Geburtstag oder zu Weihnachten haben. Statt dessen bekam ich ca. alle 5 Jahre - sozusagen als wertbeständige Kapitalanlage - echten Schmuck



Und als die Kinder erwachsen waren, wurde es noch einmal ganz heftig Ich entwickelte eine LEIDENschaft für Künstlerpuppen von Zapf. Als älteste Tochter in einer kinderreichen Familie besaß ich nie eine eigene Puppe. Ich hatte Nachholbedarf. 

Heute denke ich, dass es die unbewußte Sehnsucht nach einem Enkelkind war; denn seitdem mein Enkel da ist, interessieren mich die Puppen nicht mehr. Wer welche sammelt, der darf sich mit mir in Verbindung setzen. Es gibt noch verpackte im Original-Karton. 



Was die sogenannte wertbeständige Kapitalanlage angeht, so hat sie inzwischen - soweit noch nicht verschenkt - nur noch Altgoldwert.

Und dann kommt der Tag, an dem man sich fragt: 'Brauche ich das alles eigentlich? Was macht mich wirklich glücklich?'  

Zu meinem eigenen Erstaunen war ich gar nicht traurig, als ca. 300 Gartenzeitungen, in denen ich immer mal wieder gelesen hatte und die mir unentbehrlich schienen, und rund 200 Bücher, die mit vielen Erinnerungen verbunden waren, im vergangenen Jahr unserer Kellerüberschwemmung durch Unwetter zum Opfer fielen. 

Auch meine Deko im Haus habe ich mittlerweile erheblich reduziert, weil sie als 'Staubfänger' nur unnötige Arbeit verursacht. 


Als ich kürzlich Ghislanas Foto von ihrem Hotelzimmer in Japan sah, dachte ich spontan: 'Ja, so möchte ich wohnen und leben, mich auf das Notwendige beschränken, mich von überflüssigem Ballast trennen, loslassen, was mich unfrei macht, um mehr Zeit für das Wesentliche zu haben'.

Ich denke, dass die wirklich wertvollen Schätze, die wir im Laufe unseres Lebens 'gesammelt' haben, nicht in unserem Haus stehen, sondern die tragen wir als Erinnerung, die uns niemand nehmen kann, in unserem Herzen. Sie verstauben nicht, erleiden keinen Wertverlust, sind ständig - abrufbereit - da. 


Was immer wir unseren Kindern an materiellen Werten auch hinterlassen,  das Wertvollste ist das (hoffe ich jedenfalls), was wir sie gelehrt, was wir ihnen vorgelebt und in ihren Herzen hinterlassen haben.

Und ob Millionär, Multimillionär, Milliardär, Lebenskünstler oder Bettler, jeder muss eines Tages erkennen: das letzte Hemd hat keine Taschen.

  

Wer jetzt wegen der eingestreuten Fotos aus meiner 'Topfgartenwelt' über mich schmunzeln muss, dem sei mit einem Augenzwinkern  nachfolgendes gesagt: 

Wenn es um Pflanzen geht, dann nennt man das nicht Sammelleidenschaft, sondern - wie meine treue Leserin Ilona es kürzlich formulierte - 'gartenverrückt'.



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All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich eine gute Woche.

Kommentare:

  1. Liebe Edith,ich muss grad wirklich über deinen Post schmunzeln,weil ich mich in manchen wiedererkenne.tja auch ich bin eine Sammlerin zwar sind es nur * Schneekugeln* aber immerhin :). Klar sind es materielle Dinge,nur jedesmal wenn ich eine geschenkt bekomme freue ich mich darüber wie ein kleines Kind.:) Ich nenne sie meine Seeleschmeichler.
    Ich bin keine Deko Queen ein wenig hier u da u das genügt,ich muss mein Haus nicht zu dekorieren,denn staubwischen ist so nicht mein Ding:)
    Dafür kann es im Garten nicht genug an Pflanzen und Diverses geben.ich habe im Gegensatz zu dir nur 5 Topfpflanzen :) es werden bestimmt noch ein paar hinzukommen aber die bepflanze ich nur mit einjährigen Blumen...
    So genug gequasselt,wünsche dir noch einen feinen Tag u ich muss zusehen das ich in den Garten komme um alles was geht Winterfest zu machen. Schnee u Kälte ist vorher gesagt :(
    Herzlichst Anna

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  2. Ja, in unserem Alter kommen tatsächlich solche Gedanken wie - wo sollen die armen Kinder hin mit all dem Zeug... Aber absichtlich überschwemmen will ich den Keller, in dem ein Großteil der elterlichen Bibliothek lagert, dann doch nicht... ;-). Da ich die Keramik konsequent benutze, gibt's auch mal Bruch... Und die von der Mutter ererbten Stücke mag ich sehr. Ich kann viele Sammler von tollen Sachen gut verstehen, Dekotrendverrückte allerdings nicht so ganz, das Geld für jeden neuen Trend und diverse "must-haves" wüsste ich besser auszugeben... ;-). Die Sammelleidenschaft für deine Gartenschätze verstehe ich sehr gut... Bei mir ist sie gebremst durch die Einsprüche der Natur, die ihren Platz hier im Wald nicht mit Sorten teilen will, sondern immer wieder auf die Wildpflanzen zurück fällt. Und seit vielen Jahren nun schätze ich das auch sehr. Hauptsache, es blüht was und die Insekten und mein Auge freuen sich... Herzlich Danke fürs Mitspielen, liebe Edith und viele Grüße Ghislana

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  3. Also die Sammelei, ojjeee, wennich an das ganze Porzellan und die ganzen Sachen denke, die sich bei mir angesammelt haben??

    Ich gebe es meiner Schwiegertochter, bzw. das, was sie haben möchte und bemühe mich, nichts mehr zu kaufen.
    Was mir allerdings nicht immer gelingt, denn ab und an muß man doch sich etwas gönnen.

    Mein Meissner und mein Herend Porzellan möchte ich aber noch behalten,d enn es ist über Jahre eben im Schrank gestanden.

    Ich kauf aber auch nicht mehr jeden Sch.... und bei gewissen Veranstaltungen oder ähnlich mache ich nicht mehr mit. Was soll ich denn mit dem ganzen Kruscht.
    Im Moment räume ich immer wieder aus, Gartendeko brauche ich nicht, höchstens ab
    15. Mai meine Balkonblumen, die ich kaufe und die ich immer so kaufen muß, die der Dingmaulrüssler nicht mag.

    Aber wir finden da immer etwas.

    Aber eine gute Interpretation des Bildes und ich finde es wieder und wieder spannend, was aus so einem Bild entstehen kann.

    Mit lieben Grüßen Eva

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  4. ...das hast du schön geschrieben, liebe Edith,
    und ich bin ganz dabei...oft ist weniger mehr und vieles gar nicht mehr wichtig...immer öfter kaufe ich ungern oder am Ende gar nicht, weil die Auswahlmöglichkeit mich schlicht überfordert...weil die Vielfalt mich erschlägt...nur in den Geschäften, in der Natur nie, da kann es gar nicht vielfältig genug sein...dein Topfgarten ist beachtlich, da steckt viel Arbeit drin, nicht nur beim Anlegen sondern auch bei der Pflege...bewundernswert,

    liebe Grüße Birgitt

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  5. Ich sehe das bei mir als "Alterserscheinung" :D, dass ich mich jetzt von Vielem trennen kann. Der Keller wird schon seit einiger Zeit ausgemistet, damit die Kinder später mal nicht den ganzen Kram entsorgen müssen. Es sammelt sich ja im Laufe der Jahre so viel an. Und selbst von meinen Büchern kann ich mich momentan weitgehend trennen. Ich lese sie nach und nach nochmal und gebe sie dann weg. Aber es gibt auch Dinge, die ich nicht weggeben kann. Noch nicht. :D

    Viele Grüße
    Margrit

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  6. auch keine schlechte Umsetzung des Vorgabebildes
    Sammelleidenschaft kenne ich auch.
    Früher waren es Enten ( keine Lebenden )
    Jetzt stecken sie in einer Tüte und lagern im Keller.
    Na ja. alles hat seine Zeit.
    Heute lasse ich mehr und mehr los von dingen, die mir inzwischen unbedeutend erscheinen.
    Weniger ist mehr lautet nun meine Devise.
    Schönen Abend noch und danke auch für deinen lieben Kommentar bei mir

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  7. Ja, ja, wir "gartenverrückten" es ist schon schlimm, wenn uns schöne Pflanzen oder andere schöne Dinge begegnen. Ich fange auch schon an zu reduzieren, Decko kaufe ich so gut wie nicht, alles steht nur rum und verstaubt. Zeitschriften habe ich die meisten abbestellt. Porzellan schaue ich meistens nur an und kaufe nur für Geschenke. Beim letzten Gartenmarkt habe ich 2 Strangen Wolle gekauft (ja, nur für meine Tochter) ganz ehrlich. Das ist auch eine Sucht, Wolle kann so schön sein. Ich selbst stricke nur ganz wenig.
    Wer von uns beiden mehr Topfgartenwelt hat, darüber läßt sich streiten, jedenfalls geht mir der Platz aus, aber deine Topfgartenwelt gefällt mir besser, diese schönen Töpfe habe ich nicht, aber egal, dann gibt man leichter mal wieder einen ab.
    So, nun muß ich Schluß machen, wir haben seit 2 Tagen Schnee, tiefster Winter.
    Grüße von Ilona

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  8. Collecting things is what everybody does. Collecting plants.... that is only for gardeners. Keep collecting dear Edith, your auricula's for instance. Perfect! Groetjes Hetty

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  9. Liebe Edith,
    dein Nachdenken übers Sammeln bringt mich selbst zum Nachdenken. Ganz sicher steckt oft eine Sehnsucht dahinter. Meine Begeisterung für Teegeschirr entspringt der Sehnsucht nach Ruhe und Achtsamkeit. Wahrscheinlich ist es sinnvoll, sich selbst zu befragen, auf welche tiefere Sehnsucht unsere Wünsche hinweisen. Denn das Kaufen allein kann solche Sehnsüchte selten stillen. Auch wenn uns das immer werbewirksam eingeredet wird.
    Deine Gartenverrückten Bilder passen so gut zum Text, eine geerdete Leidenschaft!
    Herzlichen Dank, auch für deinen Kommentar bei meinem Teeregal und viele Grüße von Lucia

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  10. Liebe Edith,
    wie wahr...alles hat seine Zeit und mittlerweile lassen ich immer mehr Dinge ziehen und bemerke, dass ich gar nicht mehr so viel kaufe bzw. brauche wie ich noch vor Jahren meinte haben zu müssen. Danke für deinen nachdenkenswerten Bericht, da kann ich vieles unterschreiben.
    Lieben Gruß, Marita

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  11. Liebe Edith,
    eine wunderschöne Staudensammlung hast Du und ich finde, im Garten kann man ruhig seiner Sammelleidenschaft frönen und der Aussage von Ilona stimme ich voll und ganz klar zu: gartenverrückt, trifft auch auf mich zu ;-)))🌼🌺🌹🍅🍀🌸

    Liebe Abendgrüße von Traudi

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  12. Liebe Edith,
    wie recht du hast mit deinem Post. Weniger ist mehr......Ich möchte auch Platz schaffen. Man hat so einiges, was nur rumliegt und nicht benötigt wird. Ich räume schon regelmäßig durch und habe immer noch das Gefühl, es ist noch zuviel da. Ich denke es hängt auch mit unserem Alter zusammen.
    Liebe Grüsse
    Agnes

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  13. Liebe Edith,
    jaaa.....Garten ist einfach was anderes....eine Pflanze gibt auch mehr zurück. Trotzdem - ich schließe mich Deinen Überlegungen absolut an. Vieles braucht man nicht, es macht nicht froh, belastet nur.
    Ein toller Beitrag!
    Herzliche Grüße
    Renee

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  14. Liebe Edith, das ist wirklich ein toller Beitrag. Die eine oder andere Sammelleidenschaft plagt mich aber hin und wieder schön. Garten und Porzellan haben schon ihren Reiz. Zumindest für den Garten gibt es eine Ausrede.

    LG kathrin

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  15. Dann bin ich wohl noch nicht alt genug ;-) Auch wenn ich mich bei Pflanzen nun immer mehr versuche zurückzuhalten, denn vieles hat einfach keine Chance bei uns - und Pflanzen sind auch Lebewesen. Gartendeko brauche ich meist für die kahle Jahreszeit, wenn sonst alles nur matschig und grau-braun ist. Aber in diesem Jahr ging es so schnell mit dem Begrünen, dass die Dinge eigentlich mal im Keller bleiben könnten.
    Und ganz im Gegensatz zu all' den hier geschrieben Kommentaren graut mir schon davor die nächsten 2 oder 3 Jahre recht clean und wieder nur mit Katzenkinderspielzeug zu leben. Auch wenn ich mehr Deko habe, als ich jemals aufstellen kann, so liebe ich diese Art des Tapetenwechsels und der kleinen Szenen, die durch immer neue Kombinationen entstehen. Sicherlich gab es leider auch so manchen Fehlkauf, aber das passiert halt auch ebenso bei den Pflanzenkäufen der Gartenverrückten.
    Und so ganz verstehe ich die Sorgen der Eltern wirklich nicht, warum man sich vorzeitig von liebgewonnen Dingen trennen soll, nur um die Kinder später nicht mit dem Erbe zu belasten. Ich habe inzwischen 3 Haushaltsauflösungen hinter mir. Zeitweilig habe ich zwar auch geflucht, aber es war trotzdem handhabbar. Auch wenn ich kaum Stücke davon behalten habe. Natürlich ist es schön, wenn man irgendwann gern mit der 'warmen' Hand Dinge verschenkt anstatt später den ganzen Klumpatsch ins Ungewisse zu vererben. Doch das ist eine Typfrage. Sich nur aus Prinzip vorzeitig dazu zu zwingen erachte ich als den falschen Weg. Dafür gibt es für das Danach dann auch Haushaltsauflöser, Ebay & Co. Und im Idealfall finden die Stücke dann für einige Zeit auch wieder einen guten neuen Wirkungskreis …
    LG Silke

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  16. Sicher hängt es, liebe Silke, mit dem Alter zusammen, wo die Kraft nachläßt und man seine Zeit sinnvoll nutzen möchte, dass ein Zuviel an Dingen, die einem nicht mehr wichtig erscheinen, belastend sein kann. Niemand muss sich von liebgewonnenen Schätzen trennen. Das sollte auch ein jeder für sich selber entscheiden.
    In meinem Pingpong-Beitrag habe ich mir Gedanken zum Thema Sammelleidenschaft gemacht, wohin die Gier nach mehr und noch mehr führen kann, die rücksichts- und skrupellose Jagd nach Millionen/ Milliarden/ Billionen. Niemand kann in seinem Leben jemals so viel Geld ausgeben. Und wie die Erfahrung zeigt, werden die 'glücklichen' Erben damit auch nicht froh, weil sie gar keine Ziele mehr haben und ein Leben - geprägt von Langeweile - führen.
    Es kotzt mich z.B. an,
    wenn Multimillionäre ihr hohles Leben in Doko-Soaps ohne schlechtes Gewissen gegenüber dem Elend auf dieser Welt zur Schau stellen; ich frage mich oft, was aus den Kindern, die ja nichts anderes kennen, einmal werden soll.
    Und es kotzt mich vor allem an,
    wenn Millionäre sich nicht schämen, Steuern zu hinterziehen, während jedem normalen Bürger die Steuern gleich vom Lohn/ Gehalt einbehalten werden.
    Nein, ich bin nicht neidisch. Mir genügt das, was ich habe. Wenn ich mich in der heutigen Gesellschaft umschaue, dann finde ich, dass wir uns auf die alten Werte besinnen und in unserem Handeln vor allem Vorbild sein sollten.
    Danke für Deinen Kommentar.
    LG Edith

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  17. OK, liebe Edith, da denke ich im allgemeinen kleingeistiger ;-) Denn, was die 'da oben' treiben, dass kümmert mich ehrlich gesagt wenig. Denn ändern können wir es eh' nicht - auch kaum als aufmüpfige Masse. Denn das wurde uns ja nun mal wieder in Amerika und in der Türkei vor Augen geführt. Was sich da in den letzten Jahren zusammengebraut hat, ich gebe zu, da wird mir Angst und bange. Und auch, wenn ich die Zeiten des kalten Krieges nur so am Rande mitbekommen habe, und eigentlich eine recht unbeschwerte und fast politikfreie Jugend hatte, so stand für mich schon vor dem Abi fest, dass ich ihn diese Welt kein zusätzliches Kind setzen wollte. Und besonders in den letzten Monaten kommt diese Sorge wieder durch, dass einer von denen 'da oben' aus einer Laune heraus den größtmöglichen Schaden auf Erden anrichtet …
    Aber solange das irgendwie doch noch gut geht, verkrümeln wir uns in unsere kleinen vollgestopften Welten, kombiniert mit schönen Erinnerungen. So ganz konnte ich Wolfgang ja auch nicht verstehen, dass wir nun ein neues Verstau-Problem haben. Aber diese Plastikdinger sind ja nun schließlich schon vor langer Zeit produziert und eigentlich haben sie bei uns jetzt ja ein gutes Zuhause. Und ein paar werden jetzt im www auch noch ihre Freude daran haben: http://schneiderhein.blogspot.de/2017/04/ein-traum-aus-chrom-und-plexiglas.html
    Aber ich kann gut verstehen, dass ein echter Enkel eine Puppensammlung zur Nebensache werden lässt. Genauso wie ich feststellen muss, dass mir eine 'angemessene' Trauerzeit egal ist. Im Idealfall ziehen bei uns bald 2 Katzengeschwister ein, die unserer halbblinden Allegra vielleicht auch etwas helfen können noch ein paar unternehmungslustigere Tage zu erleben. Sie residiert nämlich fast nur noch auf ihrem Kissen in der Kleiderkammer und mir fehlt Leben in der Bude. Dafür muss dann leider mal einige Monate oder Jahre der Deko- & Plüschkrempel verstaut werden. Man kann nun mal nicht alles haben …
    Liebe Grüße
    Silke

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  18. Danke, liebe Silke, dass Du noch einmal zurückgekommen bist und Dir die Zeit genommen hast. Ich verstehe Dich ja voll und ganz.
    Was mich betrifft, so kann es mir nicht egal sein, was 'die da oben treiben'; denn ich habe einen Enkel und muss an seine Zukunft denken. Ich wünsche ihm Vorbilder, an denen er sich orientieren kann, und eine lebenswerte Welt.
    Ich war nie ein politischer Mensch. Aber wenn ich demnächst zur Wahl gehen werde, wird dies mein einziger Grund sein.
    Liebe Grüße
    Edith

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    1. Tja, liebe Edith. Das ist ja wohl wirklich fast die einzige Möglichkeit - es sei denn man/frau geht selbst in die Politik. Aber dann ist man wahrscheinlich auch schnell im System gefangen und kann auf Wählerstimmenfang nicht immer seine Idealvorstellung verkünden und dementsprechend handeln …
      So, nun schaue ich mir mal Deinen neuen Post an ;-)
      LG Silke

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