Mittwoch, 30. März 2016

Leer Teil IV/ Wennings Wassermühle...

Auf der Suche nach der Leerbachquelle ragte dieses Schild unübersehbar über meinem Kopf in den blauen Himmel. Der Hof Wenning war mir ein Begriff. Das mit der Wassermühle war mir neu. Die Quelle fand ich, die Mühle allerdings nicht.



Ich hatte von der Quelle genug Fotos gemacht und verschob die Mühlensuche auf einen anderen Tag. Dieser 'andere' Tag fand inzwischen statt. Hier folgt nun (endlich) mein Bericht.



Fast wäre ich schon wieder daran vorbei gefahren, weil es eigentlich kein richtiger Weg ist. Von der Straße sieht es aus wie die Zufahrt zu dem dortigen Acker.

Leerbach

Leerbach

Zuerst sah ich nur dieses restaurierte Haus.




Doch dann entdeckte ich den am Ende gesperrten Steg, der über den Leerbach  gebaut ist.




Achtung! Rutschgefahr! Tatsächlich war es an diesem Vormittag dort ziemlich glatt. Ich schaute nach links auf den Leerbach...




Zu meiner Rechten sah ich sie dann, Wennings alte Wassermühle. Eine ganze Zeitlang blieb ich dort fasziniert stehen und beobachtete die herabstürzenden Wassermassen.




Dann verließ ich den Steg, um mir das Gebäude genauer anzuschauen.




Es soll sich hier um einen sehr alten Mühlenstandort handeln. Das heutige Aussehen erhielt die Mühle 1845/1846. 1939 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt und lediglich nach dem 2. Weltkrieg noch einmal kurzzeitig wieder aufgenommen. Danach verfiel die Mühle. Im Jahre 1994 pachtete der Förderverein techn. Denkmäler e.V. die Mühlenanlage, um sie als Denkmal zu restaurieren. 


Es handelt sich hierbei nun um eine wieder mahlfertige Anlage




Hier ist noch einmal für Interessierte die ganze Geschichte der Mühle zusammengefaßt.




Es klappert die Mühle am rauschenden Bach: Klipp, klapp!
Bei Tag und bei Nacht ist der Müller stets wach: Klipp, klapp!
Er mahlet uns Korn zu dem kräftigen Brot, 
und haben wir dieses, so hat's keine Not!
Klipp, klapp, klipp, klapp, klipp, klapp!

Flink laufen die Räder und drehen den Stein: Klipp, klapp!
Und mahlen den Weizen zu Mehl uns so fein: Klipp, klapp!
Der Bäcker dann Kuchen und Zwieback draus bäckt,
der immer den Kindern besonders gut schmeckt.
Klipp, klapp, klipp, klapp, klipp, klapp!

Wenn reichliche Körner das Ackerfeld trägt: Klipp, klapp!
Die Mühle dann flink ihre Räder bewegt: Klipp, klapp!
Und schenkt uns der Himmel nur immerdar Brot,
so sind wir geborgen und leiden nicht Not.
Klipp, klapp, klipp, klapp, klipp, klapp!

Text: Ernst Anschütz




Ich finde es gut, dass es Vereine gibt, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, alte Bauwerke für die Nachwelt zu erhalten.

All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen Tag.

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Leer Teil II




Leer Teil III



Montag, 28. März 2016

Es war einmal...

...ein Osterhasenmädchen. Und obwohl es noch recht klein war, mußte es den Eltern, weil diese die viele Arbeit am Ostermorgen nicht allein schaffen konnten, mithelfen: Ostereier in Nester legen, Verstecke unter Büschen und hinter Bäumen suchen, mal im Garten, mal auf dem Balkon...

Als es gestern schon ganz schlapp und müde vom vielen Hin und Her, Rauf und Runter war, sagten die Eltern zu ihm: "Nur noch das eine Ei, das du da in der Hand hältst, Liebes. Dann werden die braven Kinder sich freuen. Sie sollen doch Spaß haben beim Suchen und Finden, nicht wahr?" "Jaaa, schon", antwortete das kleine Osterhasenmädchen etwas traurig, "aber ich bin doch auch brav. Schon so lange wünsche ich mir ein Osterei, ein Ei, so blau wie der Himmel und so blau wie die Blümchen hier zu meinen Füßen!"


Die Eltern schauten sich schmunzelnd an. Dann sagte die Mutter: "Du weißt doch, Kleines, du bist uns das Liebste, das wir auf dieser Welt haben..." "Und deshalb", fuhr Vater Hase fort, "schenken wir dir jetzt ein Riesenei im schönsten Blau, das du je gesehen hast, schau mal zu deiner Rechten."


Und da entdeckte das Osterhasenkind das riesige Ei. Genau so hatte es sich das Osterei vorgestellt. "Wow! Na, dann FROHE OSTERN, liebe Eltern!" strahlte es übers ganze Gesicht.


Es konnte sich gar nicht sattsehen an diesem schönen, glänzenden Blau.


"Daaanke! Danke, liebe Mama, danke, lieber Papa. Ich fürchte, das schaffe ich gar nicht allein. Da brauch ich wohl eure Hilfe".


"Nichts lieber als das", antworteten die Eltern im Duett.


Gemeinsam rollten sie das große Ei über die Wiese, suchten sich ein gemütliches Plätzchen und ließen es sich gut schmecken. Dann hoppelten sie fröhlich von dannen.


Und was sagen wir jetzt? "Tschüss, liebe Hasenfamilie, tschüss bis zum nächsten Jahr..."


All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen Ostermontag.

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Freitag, 25. März 2016

Osterhäschen...

Osterhäschen, komm zu mir,
komm in unsern Garten!
Bring uns Eier, zwei, drei, vier,
lass uns nicht mehr warten!

Volksgut


























All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein frohes und gesundes Osterfest.

Ostergrüße sende ich auch an meine ausländischen Leser:
Happy Easter! Joyeuses Paques! Glad Pask! Buona Pasqua! Felices Pascuas! Caisc Shona Dhuit! Schöni Oschtere!

Mittwoch, 23. März 2016

ER ist's...

Lottas Thema bei BUNT IST DIE WELT sind seit Sonntag 'Frühlingshafte Entdeckungen'.



Mit den Lenzrosen fing es in meinem Garten an. Es folgten Winterlinge, Schneeglöckchen, Märzenbecher und Krokusse. Natürlich wurde auch dazugekauft, z.B. Primeln, Ranunkeln, Hyazinthen, Stiefmütterchen, Bellis...

Sehr glücklich bin ich über meine drei neuen 'besonderen' Schneeglöckchen.

Ich erinnere mich nur an einen frühlingshaften Tag, an dem alle Krokusse sich weit öffneten. Ansonsten ist es leider immer noch eisig kalt. 







 Er ist's

Frühling läßt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte;
süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon, 
wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja, du bist's!
Dich hab' ich vernommen!

Eduard Mörike (1804 - 1875)










Ich hoffe sehr, dass ich den Harfenton auch bald in meinem Garten zu hören bekomme und Bärlauch, Hyazinthen, Blausternchen, Buschwindröschen und alle anderen Frühlingsblüher ihn auch wahrnehmen und aus ihrem Winterschlaf erwachen.



Bis es so weit ist, habe ich dem Frühling noch ein wenig auf die Sprünge geholfen und meine hellblauen Töpfe bepflanzt, damit ich auch hier in dem ruhigen Bereich vor Buchs und Efeubaum - wann immer ich Lust dazu verspüre - 'frühlingshafte Entdeckungen' machen kann.






All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen Tag.

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