Freitag, 11. November 2016

Zu Besuch im autofreien, idyllischen Giethoorn, dem 'Venedig der Niederlande'...



Nie zuvor habe ich so viele mit Reet gedeckte Häuser gesehen wie in dem idyllischen holländischen Ort Giethoorn, weit über die Grenzen hinaus bekannt als das 'Holländische Venedig'.
Alle Querformatfotos lassen sich durch Anklicken vergrößern.


Die Geschichte dieser niederländischen Ortschaft mit etwa 2.620 Einwohnern in der Provinz Overijssel reicht weit zurück bis in das 13. Jahrhundert.

Um 1230 wurde Giethoorn von Flüchtlingen, die aus dem Mittelmeerraum kamen, in einem Sumpfgebiet gegründet. Weil die Neuankömmlinge dort unzählige Hörner von wilden Ziegen, die bei einer Flut ertrunken waren, vorfanden, nannten sie den Ort 'Geytenhoren', woraus im Laufe der Zeit der heutige Name 'Giethoorn' entstand. 

Ursprünglich war es eine Torfstechersiedlung. Durch das Torfstechen entstanden Tümpel und Seen. Auf den dazwischen liegenden kleinen 'Torfinseln' wurden reetgedeckte Häuser gebaut, die nur über die charakteristischen kleinen Brücken oder mit dem 'punter', einem kleinen schmalen Boot, zu erreichen waren, das von einem 'punteraar' mit einem langen Stock fortbewegt wurde.  Besucher nennen Giethorn gerne 'das Dorf ohne Straßen'. Die 'Straßen' bestehen aus schmalen insgesamt 8 km langen Grachten und Kanälen, die in einen 80 cm tiefen (Torfstecher-)See münden. 

Mein Besuch in diesem 'Wasserdorf' begann natürlich mit einer Grachtenfahrt. Alle nachfolgenden Fotos machte ich vom Boot aus und fotografierte dabei nur die Sehenswürdigkeiten zu meiner Linken. 

Auf den Grachten war reger Verkehr. Aber der Kapitän sagte, dass das gar nichts sei im Vergleich zu den Staus, die dort im Sommer üblich sind, wobei die sogenannten 'Flüsterboote' eigentlich kaum Lärm machten. Es herrschte eine fröhliche, entspannte, idyllische Atmosphäre. In den schmalen Grachten klatschten wir uns mit den uns in entgegenkommenden Booten sitzenden Menschen (darunter viele Japaner) übermütig ab, winkten den übrigen lachend zu. 

Die ehemaligen 'Torfgräberhäuschen' aus dem 18. und 19. Jahrhundert wurden aus Platzmangel oft in die Höhe gebaut und mit urigen 'Kameldächern' versehen. Die Häuser sind restauriert und in einem tollen Zustand. Der Kapitän sagte, dass sie durchweg einen Wert von 500.000 Euro hätten. Es stand ein Schnäppchen zum Verkauf für 390.000 Euro.

Aber nun schaut einfach selbst. Ab und zu blitzt die reizvolle umgebende Landschaft durch. 






































Das war das Ende der Grachtenfahrt. Danach begab ich mich zu Fuß auf Entdeckungstour. Doch darüber schreibe ich in einem weiteren Post. 

Schon jetzt kann ich bestätigen, dass Giethoorn zu Recht die Namen 'Das grüne Venedig', 'Venedig des Nordens', 'Das schönste, romantischste Dörfchen der Niederlande' trägt.

Lust auf mehr Holland? Im vergangenen Jahr war ich in der Provinz Friesland in Sneek und Oppenhuizen unterwegs, auch sehenswert und schön. HIER ENTLANG! 

All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein schönes Wochenende.

Kommentare:

  1. Wunderschön. Da kann man doch mal sehen, was Flüchtlinge erschaffen können.

    Schönes Wochenende
    Margrit

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Edith,
    wirklich sehr idyllisch.
    Viele liebe Grüße
    Ursula

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Edith,
    das erinnert mich ein wenig an den Spreewald.Superschön und auch schön fotografiert.
    Ich bin heute kaputt, hatte soviel zu tun, deshalb nur kurz.

    Liebe Gruß Eva

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Edith,
    ich bin begeistert von den vielen tollen Häusern!
    Eins schöner als das andere!
    Vielen Dank fürs Zeigen.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Christine

    AntwortenLöschen
  5. Eine Gegend Hollands, die ich s gar nicht kenne.-
    Die Gunnera ist grandios!
    GLG
    Astrid

    AntwortenLöschen
  6. MEI schaut des verträumt aus,,,
    des is im WINTER mit SCHNEE ah wunderscheeeen

    hob no an feinen ABEND
    bis bald de BIRGIT

    AntwortenLöschen
  7. Liebe Edith,
    was für ein Augenschmaus, grün wohin das Auge blickt. Wunderschön die Häuser! Mir gefällt Dein Post, danke für die schönen Bilder😃
    Danke auch für Deine netten Worte, ich musste schmunzeln 😆 im nächsten Jahr werde ich die Spitztueten dann zu Ostern als Eierwaermer nutzen, toller Tipp!
    Hab einen gemütlichen Abend
    LG von Traudi

    AntwortenLöschen
  8. Liebe Edith,
    ich lese gerade deinen Bericht über Giethoorn. Ich liebe unser Nachbarland. Als die Kinder klein waren, sind wir öfter in Nordholland gewesen. Die kleinen Häuser gefallen mir, aber auch die holländischen Gärten sind wunderbar.
    L. G. Agnes

    AntwortenLöschen