Samstag, 17. September 2016

Vorhang auf...

Abends ins Bett zu gehen in dem Bewußtsein, nicht den Wecker für den nächsten Morgen stellen zu müssen, ist für mich immer noch etwas ganz Besonderes

Und morgens von allein wach zu werden, wenn Körper und Geist ausgeruht sind, wenn die Vögel im Garten zwitschern und ein leichtes Lüftchen die Clematisranken vor dem Schlafzimmerfenster tanzen läßt, das ist ein Morgenerwachen, wie ich es mag. 


Meine Augen wandern dann im Zeitlupentempo von links nach rechts am halb zugezogenen Vorhang entlang und bestaunen das Muster, das Licht und Schatten darauf malen.


Schließlich wendet sich mein Blick nach draußen zu den Clematisranken, die von der Dachrinne herunterhängen, und zum Sommerflieder, der schon fast verblüht ist.


'Zeit zum Aufstehen!' scheint mir der neue Tag zuzurufen.


Aber ich gönne mir noch ein paar Minuten, danke dem lieben Gott für die Nacht, bitte für diesen Tag...


... und verweile dann noch einen Augenblick im Hier und Jetzt,



schaue auf die grünen Blätter und ihre dunklen Schatten auf dem Fliegengitter.


Blauer Himmel und Sonnenschein schon am frühen Morgen bedeuten: Ich sollte nach meinem Garten schauen, den Blumen Wasser geben, vielleicht sogar den Schlauch anschließen... Also:


Vorhang auf für die Bühne des Lebens! The show must go on.

Meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich allzeit ein fröhliches Erwachen und einen schönen Samstag.

Kommentare:

  1. Liebe Edith,
    ich stelle mir allerdings immer den Wecker aus dem Grunde, weil ich sonst schlafen würde, bis ultimo und das geht einfach nicht. Der Tag ist so kurz, da muß ich schon früh raus. Aber das kann Jeder entscheiden, wie er es will. Allerdings schlafe ich oft auch wieder ein. Vor meinem Fenster habe ich nur Bäume und wenn ich im Bett liege und zum Fenster raus schaue, sehe ich die Wipfel der Bäume. Das ist wunderschön und ich sehe die Felder. Ich habe keine Vorhänge an den Fenstern, weil ich keine Nachbarn habe und auch die Rolläden mache ich nicht runter, so kann ich immer auch den Himmel sehen. Ich bin mir auch bewußt, dass das Leben nicht endlich ist und ich jeden Tag nicht mehr aufwachen kann. Ein Gebet am Abend und ein Gebet am Morgen, das muß einfach sein. So kann ich bewußt und mit Freude in den Tag gehen.

    Ein wunderschöner Post und ich wünsche dir ein schönes Wochenende.

    Lieben Gruß Eva
    der Enkel turnt hier rum, der hat mich heute Morgen schon geweckt und er hat sein Fläschen bekommen und will jetzt bespielt werden.

    Ich mag ihn sehr, aber ich bin schon froh, wenn es Sonntag ist. :-))))

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  2. Hallo Edith,
    ich mag den Moment zwischen Aufwachen und Aufstehen auch sehr gerne. Schön ist es, wenn man nicht früh aufstehen muss und sich nach dem Aufwachen noch ein bisschen einkuscheln kann.
    Das ist der Moment, in dem der Kopf frei ist und uns die Ereignisse des Tages noch nicht eingefangen haben.
    Du hast dies schön beschrieben und ich habe mich bei Deinen Zeilen ein bisschen wiedergefunden.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.
    Liebe Grüße von Ingrid

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  3. Liebe Edith,
    wunderschön hast du das beschrieben, die Momente zwischen Träumen und Wachen. Sammeln, um den neuen Tag zu beginnen. Zum Glück brauche ich auch nur noch den Wecker zu besonderen Terminen stellen. Sonst habe ich meinen bepelzten Wecker auf vier Pfoten. Da ich immer früh aufstehe, ist das willkommen. Manchmal liege ich schon wach im Bett und warte auf meine "Wachkatze" (lach).
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und
    viele liebe Grüße
    Ursula

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  4. Das ist ja mal ein ganz anderer Blickwinkel. Schönes Thema.
    Ich muss den Wecker auch nur noch für Termine stellen, aber ich war und werde auch nie ein Frühaufsteher.

    Schönes Wochenende
    Margrit

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  5. Liebe Edith,
    welch wundervolle Art den Tag zu begrüßen - langsam, gelassen und entspannt...
    Ein bißchen beneide ich dich darum. Auch wenn ich selbst keinen klingelnden Wecker brauche, dafür habe ich meinen Sohn, der fand, dass 5.20 Uhr auch eine prima Zeit ist, um mit Mami ein paar Bilderbücher zu studieren ;-)
    Liebe Grüße
    Katharina

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  6. Liebe Edith, das ist wirklich einmal ein anderer Blickwinkel auf den Garten und das Leben. Der Wecker und ich sind auch keine großen Freunde...

    LG kathrin

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  7. Liebe Edith, wie gut man es sich vorstellen kann, einfach durch Mutter Natur geweckt zu werden. Im Winter ist es dann vielleicht etwas schwieriger, wenn es so lange dunkel ist. Aber dafür gibt es sicher auch eine Lösung, die nicht unbedingt Wecker heißen muss. Bei mir kümmern sich die Hunde ums Aufstehen. Wenn sie raus müssen, dann werden wir freundlich geweckt ;-)). Ich wünsche Dir viele schöne sonnige Morgen zum Aufwachen. LG Marion

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  8. Das konnte ich noch nie, liebe Edith, ohne Wecker zeitig wach werden, da würde ich wohl bis zum späten Mittag durchschlafen. ;-) Beiu mir ist also immer ein Wecker vonnöten, wenn ich rechtzeitig wach werden will. Finde ich aber schön, wenn es bei Dir so ist! Würde ich mir wünschen! Und solche Licht-Schattenbilder mag ich auch sehr. Auch an unseren Fenstern sind Fliegengitter - anders ginge es in unserer Gegend gar nicht. Ich mag das optisch nicht, aber es ist nicht zu ändern.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Sara

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  9. Liebe Edith, dass ist ein Wachwerden nach meinem Geschmack. Völlig frei von Stress und Druck. Wunderschöne Worte hast du gefunden, um uns an deinem morgendlichen Erwachen teilhaben zulassen. Dankeschön
    LG Dany

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  10. Guten Morgen, liebe Edith! Auch ich wache morgens von alleine auf ;) Aber die Ruhe noch im Bett liegen zu bleiben habe ich (noch) nicht (oder nicht mehr). Mein Tageswerk wartet auf mich und bevor die Kinder aufstehen, möchte ich noch ein kleines Weilchen im Bloggerland verbringen. Mit mir ist auch schon immer unser Hahn wach. Sein Kikeriki schallt dann durch den Garten und ich könne mir meine erste Tasse Kaffee. Mit dem Getrampel wilder Jungenschritte auf der Treppe ist die Ruhe dann vorbei. Dann werden schnell Brote geschmiert und Pausensnacks geschnippelt und das Badezimmer ist belegt. Sobald die Kinder mit dem Fahrrad zur Schule unterwegs sind, gehe ich nachdem ich alle Tiere versorgt habe, mit dem Hund in den Wald. Eine Stunde Ruhe und Bewegung bevor ich ins Büro muss. Meistens läuft dann schon die Wasch- und Spülmaschine. Und schon ist mein Morgen vorbei ;) Deine Fotos sind wunderbar und dieses Fliegengitter gibt dem Ausblick einen ganz (unerwartet) wunderschönen Flair! Liebe Grüße und einen charmanten Sonntag, Nicole

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  11. Liebe Edith,
    es ist wunderschön morgens so aufzuwachen und den Tag beginnen zu können. Bei mir funktioniert das nur im Urlaub, wenn ich mich längere Zeit ans Ausschlafen gewöhnen kann. Normalerweise bin ich eher ein Frühaufsteher und meine innere Uhr macht mich auch am Wochenende spätestens 6.00 Uhr wach, egal ob es hell oder dunkel ist. Da ich aber in der Woche schon 3.50 Uhr aufstehe, ist das dann auch wie Ausschlafen. Also nutze ich die frühe Zeit am Wochenende, um ganz in Ruhe noch einmal in die Blogs zu schauen. Im Sommer klappt das nicht so, aber jetzt wenn es früh noch dunkel ist, habe ich auch dann wieder etwas mehr Zeit zum Kommentieren, was im Sommer über leider immer zu kurz kommt.
    Viele Grüße Doris

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  12. Liebe Edith,
    wunderbar geschrieben, gefällt mir sehr gut. Die Bilder und der Text passen gut zusammen und strömen Ruhe aus.
    L.G. Agnes

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  13. "Aber ich gönne mir noch ein paar Minuten, danke dem lieben Gott für die Nacht, bitte für diesen Tag..."

    Wie schön!

    Liebe Edith, ich wünsche dir noch sehr viele Jahre bei bester Gesundheit und Wohlbefinden. Nicht jeder, der es auch gut hat, empfindet so tiefe Dankbarkeit. Das macht dich mir sehr sympathisch. Herzliche Grüße.

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