Dienstag, 9. August 2016

Naturdenkmal Eichenallee...

Eine Baumallee hatte ich Ghislana versprochen. Die angekündigten Fotos, die ich auf dem Rückweg von Ennigerloh machte, zeige ich ein anderes Mal. 'Warum in die Ferne schweifen...?' 

Ich stelle Euch hier das Naturdenkmal Eichenallee vor, gelegen an der alten B 54 in Steinfurt-Borghorst. Dorthin machte ich mich am Dienstag auf den Weg. 

Ich habe nachher im Internet nachgeschaut. Ein Naturfreund schreibt dort, dass die Allee etwa 400 m lang sei und aus ca. 60 Bäumen im Alter von etwa 80 Jahren bestünde. Nachpflanzungen seien infolge Blitzeinschlags erforderlich gewesen. Die Bäume sollten vor ca. 20 Jahren gefällt werden. Dass sie heute noch stehen, sei der Stadt Steinfurt und NABU zu verdanken.

Während ich auf dem Hinweg jede einzelne Eiche, ihren Wuchs, die Verformungen ihrer Rinde/ Borke, ihre Risse und Narben betrachtet habe, schaute, was zu ihren 'Füßen' wächst, was an ihr hochklettert, immer wieder fotografierte, feststellen mußte, dass die Allee zwischendurch sogar 'dreispurig' wird, habe ich auf dem Rückweg die Bäume gezählt. Bei mir waren es 124 Eichen. Vielleicht hat der Naturfreund nur die Bäume auf einer Seite gezählt? 








 

Ich fasse nachfolgend mal das zusammen, was mir persönlich am wichtigsten erscheint. Quelle: Wikipedia

Eiche (Quercus)

Die Eichen sind nach den Buchen die zweithäufigste Laubbaumgattung in Deutschland. 
Eichen beherbergen eine ungewöhnliche Vielzahl von Insekten, und zwar bis zu 1.000 Arten in einer Krone.
Die Eiche ist Nahrungshabitat der Raupen von über 100 Schmetterlingsarten.
In alten Religionen, Mythen und Sagen galt die Eiche als heiliger Baum.
Unter Eichen wurde früher Gericht gehalten (Femeiche).
Sie gilt als Symbol für die Ewigkeit, weil ein Eichenleben 30 Generationen überdauern kann.
Sie ist überdies deutscher Wappenbaum.
Nach Kriegen wurden sogenannte Friedenseichen gepflanzt.
In Österreich ist sie Baum des Jahres 2016.

Genug der Informationen. Wenn Ihr mögt, geht der Spaziergang jetzt weiter...


 




 



 



































 


Für mich war es ein schöner Spaziergang. Sorry, dass es schon wieder so viele Fotos wurden. Vielleicht sind es für den einen oder anderen von Euch 'alles nur Bäume'. Aber ich mag jeden einzelnen mit seiner ihm eigenen langen Geschichte.

All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen Tag.

Kommentare:

  1. Liebe Edith, also mir hast du mit diesem Beitrag eine Riesenfreude gemacht... Warum in aller Welt sollte die Allee fallen ? Straßenbau? Holzverwertung? Alt werdende Eichen sind für die Artenvielfalt so wichtig. Bin gerade beim Korrigieren des neuen JahreBuches des NABU hier, manche Großkäfer z. B. sind auf sterbendes oder totes Holz angewiesen, um sich zu vermehren... D. h., die Bäume müssen sehr alt werden können, um solch einen Lebensraum zu bieten. So spannend. Aber auch ganz ohne den Wert für Insekten - es muss toll sein, unter dieser Allee entlang zu gehen... Danke, dass du so intensiv hingeschaut hast für uns. Herzlich grüßt Ghislana

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    1. Warum sie fallen sollte, liebe Ghislana, kann ich nur vermuten. Links neben der Allee ist Wohngebiet, rechts daneben landwirtschaftlich genutzte Fläche. Bauland ist mehr wert als ein Getreideacker. Und das Holz von 124 alten Eichen hätte auch so manch ein Loch gestopft. Aber das ist reine Spekulation. NABU weiß sicher mehr darüber.
      Danke, liebe Ghislana, für Deinen Kommentar.
      Liebe Grüße
      Edith

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  2. Liebe Edith,
    was für ein altehrwürdiger Baumbestand und was für ein kostbares Naturdenkmal. Danke für´s Zeigen.
    Viele liebe Grüße
    Ursula

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  3. Toll, dass man sie erhalten konnte! Hoffentlich bleibt das auch so!
    Liebe Grüße
    Andrea

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  4. Eine wirklich wunderschöne Allee! Hier im Süden gibt es ja nicht so viele Alleen. Gott sei Dank wurden die Bäume nicht gefällt. :)

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  5. Schön, so ein Abendspaziergang in Deinem Blog... Stehenbleiben bei jeder von ihnen lohnt.
    Oh ja, ich mag diese alten Alleen, im Harz sind sie so selten... und seit DDR-Zeit wurden ja etliche abgeholzt. Gut, dasz der NaBu sich stark macht!
    Eine schöne Restwoche mit viel blauem Himmel wünscht
    Mascha

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  6. Hallo Edith,
    bestimmt gibt nicht mehr so viele Alleen mit altem Baumbestand.
    Schon immer war ich von Alleen fasziniert und ich liebe es, genau in der Mitte zwischen den Bäumen entlangzugehen. Schade, dass die meisten Alleen von Autos befahren werden. Da wird es mit dem Laufen schwierig.
    Viele Grüße,
    Anette

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  7. Liebe Edith,
    es sind defintiv nicht zu viele Fotos!!!! Dieser Post ist genauso wichtig wie wunderschön!!! Ich glaube nicht, dass es viele solcher Eichen-Alleen gibt, umso wichtiger, dass Du uns diese jetzt in so ausdruckstarken Bildern gezeigt hast.
    Ich danke Dir sehr dafür!
    Und ich hoffe gleichzeitig, dass ein so unsensibles, unsinniges Ansinnen, wie die Fällung solcher Bäume nie mehr zur Diskussion stehen wird!!!!!!
    Eichen können 700 - 800 Jahre alt werden (so nachzulesen bei Wikipedia)! Kürzlich las ich sogar bei einem neu eröffneten Baumwipfelpfad in unserem schönen Saarland (ich berichte noch in meinem Blog darüber!) dass Eichen 1000 Jahre und älter werden könnten...
    Ein solches Naturdenkmal - und in Deinem Falle sind es ja dann 124 Naturdenkmäler!!! - zu zerstören, wäre mehr als frevelhaft und unverantwortlich!...und nie wieder gutzumachen!!!
    Und so bleibt die Hoffnung dass die Vernuft auf Dauer siegen wird!
    Dir alles Liebe
    Heidi

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  8. Liebe Edith,
    einen sehr interessanten Blog hast du geschrieben. Ehrfurcht sollten die Menschen vor den Bäumen haben, stehen sie doch meistens länger als ein Menschenleben, wie dein Beitrag zeigt.
    L.G. Agnes

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  9. Eine wunderschöne Allee ist das, da muß es doch Spaß machen durchzuwandern. Auch kann man ein Gesicht in der Rinde eines Baumes entdecken, oder ist es der Geist des Baumes. Danke für die schönen Fotos und ja, es sind nicht zu viele die du zeigt`s. Solche Alleen gibt es bei uns nicht so viele wie in anderen Teilen Deutschlands. Aber eine besondere gibt es doch und zwar mit 120 Jahre alten Tulpenbäumen, diese hat damals ein Baron pflanzen lassen und sie soll einmalig in Deutschland sein. Ich fahre meistens einmala im Jahr dorthin wenn sie blühen, das ist einfach traumhaft.
    Schöne Grüße von Ilona

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    1. Auch ich, liebe Ilona, habe ein Gesicht erkannt, allerdings dachte ich an einen Hund mit Schlappohren. Aber 'Geist des Baumes' gefällt mir viel besser.
      Tulpenbäume sehen in der Blüte ganz toll aus. Vor einiger Zeit hatte hatte ich doch auch einen blühenden aus Altenberge gezeigt und vorher schon mal einen aus dem Garten Sombecke/ Holthaus. Danke für Deinen Kommentar und liebe Grüße, Edith

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  10. Hallo Edith,
    das sind aber wirklich stattliche Eichen bei Euch! Der Anblick des schnurgeraden Weges macht Lust auf einen Spaziergang. Nun stelle ich mir die Farbenpracht der Blätter im Herbst vor, wenn sie sich bunt verfärbt haben. Das muss ein toller Anblick sein.
    Liebe Grüße von Ingrid

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  11. Wunderschöne Eichen! Eine meiner Lieblingsbäume ...

    Sigrun

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  12. Herrlich, diese vielen altehrwürdigen Gestalten. Schön dass man sich für den Erhalt eingesetzt hat - viel zu viele alte Bäume werden recht kopflos gefällt. Sie sind wirklich richtige Persönlichkeiten. Die Stelle an der zwei oder drei aus der Reihe tanzen gefällt mir besonders gut - ein wenig gegen die Regeln verstoßen ... finde ich bei so festgewachsenen Gesellen ganz wichtig. Vielen Dank für die tollen Fotos .. ich könnte ewig schauen! LG und vielen Dank dafür Marion

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