Sonntag, 17. Juli 2016

Blumen gegen Trübsalblasen...



Ein französisches Sprichwort lautet: ABSCHIEDNEHMEN IST IMMER EIN STÜCKCHEN TOD. Für mich ist es einfach nur ein Scheißgefühl, das ich nicht mag. Ja, das ganze liebe Leben ist lebensgefährlich und man weiß nie, ob es vielleicht das letzte Mal ist, dass man sich sieht. Solche Gedanken kommen von ganz allein, besonders wenn man 'in die Jahre' kommt. Aber man behält sie für sich, spricht sie nicht aus.

Mir wurden zum Abschied die Worte mit auf den Weg gegeben 'Edith, ich möchte nicht, dass du um mich weinst, wenn mir etwas passiert'. Ich war sprachlos und dachte nur 'Was soll der Quatsch,' winkte zum Abschied, stieg ins Auto und fuhr davon. 

Aber diese Worte saßen mir im Nacken, gingen mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich nahm nicht wie sonst die Autostraße, sondern fuhr über Land. Und das war gut so.

Schaut selbst, was mich auf andere Gedanken brachte, mir ein Lächeln ins Gesicht zauberte, mich im Hier und Jetzt staunen, nicht über die Zukunft grübeln ließ, mich glücklich machte.























Die nachfolgenden Querformatfotos lassen sich durch Anklicken vergrößern.
























Das ist die Kirchturmspitze im Zentrum von Altenberge. Dort rund um den Kreisverkehr an den Fußgängerüberwegen der Hauptstraße sah ich diese wunderschönen blühenden Beetflächen, hielt an und machte Fotos ohne Ende, weil ich mich daran einfach nicht sattsehen konnte.


Diese Art und Weise, öffentliche Flächen natürlich zu bepflanzen, ist ein neuer Trend nach dem Motto 'Zurück zur Natur', den ich auch schon anderswo - aber nicht so wunderschön und mit einer so großen Blütenvielfalt - gesehen habe.

Wenn die Nacktschnecken sich weiterhin auf meine Hostas stürzen und irgendwann auch noch der Zünsler meine zahlreichen Buchsbäume befällt, dann mache ich aus meinem Garten eine große Blumenwiese.

All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen Sonntag.

Kommentare:

  1. Also liebe Edith,
    Blumen sind schön und Tübsal blasen muß man doch nicht. Obwohl, wenn ein geliebter Mensch stirbt oder man Abschied nehmen muß. Ja, wir hatten hier mal einen Jamaicaner, er feierte und als ich fragte, was sie denn hier feiern, da meinte er den Tod seines Freundes. Das machen die offensichtlich, dass sie immer nach einem Jahr den Todestag feiern. Es ist Geschmackssache aber ich möchte auch nicht, dass man um mich weint, wenn ich mal gehen muß. Wir müssen alle gehen und wir werde alle älter, schon von Geburt an und ich mache mir dieserhalb wirklich keine Gedanken mehr. Ich genieße mein Leben und ja, wenn es danns ein soll und Gevatter Tod schleicht ums Haus, dann ist es so. Kein Mensch geht gerne aber ich glaube mit einem guten Glauben kann man das schon.

    Nun aber zu deinen hübschen Blümchen, es stimmt, bei uns hier sind die gesamten Grünflächen mit bunten Blümchen gemixt und es gibt Leute, die die Blümchen dann pflücken und mit nach Hause nehmen, das ist aber so nicht gedacht.

    Ich wünsche dir einen wundervollen Sonntag und einen lieben Gruß Eva

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  2. Deine Blumenwiese ist absolut bezaubernd, liebe Edith! Das solche Worte einem "im Nacken sitzen", kann ich gut verstehen. Dennoch sollten wir versuchen sie abzuschütteln und das Leben das wir haben zu feiern und zu leben. Zu schnell kann alles vorbei.. und was hatten wir dann vom Leben? Trübsal blasen. Ganz liebe Grüße und einen charmanten Sonntag, Nicole

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  3. Hallo Edith,
    zum Glück hast Du diese bunten Blumen gefunden. Sie wirken so fröhlich, dass man Trübsal einfach vergessen kann. Gut, dass Du Dich hast ablenken lassen.
    Liebe Grüße von Ingrid

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  4. Was für eine schöne Blumenwiese. Und ja, die Natur kann so manchen schwarzen Gedanken vertreiben.

    Schönen Sonntag
    Margrit

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  5. Ich glaube, das Weinen gehört zum Abschiednehmen dazu..., aber ich habe auch schon bei Beerdigungen erlebt, dass die Menschen lächelten, als sie ihre kleinen bunten Blumensträußchen der alten Großmutter ins Grab hinterherwarfen. Wie schön die bunte Blumenpracht. Ich hoffe, es nicht nur ein Trend. Hier ist er sowieso noch nicht angekommen... Lieben Gruß Ghislana (PS: Es gibt einen Roman "Jeder Abschied ist ein kleines Sterben", außer diesem Titel, über den ich viel nachgedacht habe, konnte ich mir allerdings nichts merken..., wie so oft)

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  6. Liebe Edith,
    an so einem Satz hätte ich wohl auch länger zu "knabbern".
    Diese Blumenwiese ist so was von bezaubernd. Genau so etwas liebe ich ja. Danke für´s Zeigen.
    Viele liebe Grüße
    Ursula

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  7. Du mußtest wohl von einem lieben Menschen Abschied nehmen - wie traurig. Das war bei mir auch schon des öfteren der Fall. Ich war jedesmal froh, daß ich noch einen Garten habe und konnte mich dort von meinen Gedanken etwas ablenken lassen. Schön, daß du auf dem Weg noch so eine schöne Blumenwiese entdeckt hast und diese hier auch zeigst. Wir Gartenmenschen können uns doch an jedem noch so kleinem Blümchen erfreuen, das tut einfach gut. Das Thema "Blumenwiese" ist gar nicht so einfach wie es aussieht, ich probiere auch schon rum und bisher ist es nicht zu meiner Zufriedenheit. Mal sehen, wie es heuer klappt, bisher blüht noch nicht so viel, muß ständig ausgrasen. Jedes Jahr muß nämlich umgegraben werden und neu eingesät werden. Ich glaube, du streut`s leichter Schneckentod oder auch absammeln.
    Liebe Grüße sendet dir Ilona

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  8. Hallo Edith!
    Diese Wiese bietet einen fantastischen Anblick und Vielfalt...
    Hätte jemand zu mir solche Worte gesagt, so hätten sie mich auch verfolgt, denn natürlich weint man um geliebte Menschen!!!! Und überhaupt, über solche seltsamen Worte, macht man sich doch wirklich Gedanken?
    LG Heidi

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  9. Ich liebe es so schön geblüht Rasen Wildblumen . Viele Grüße.

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  10. Liebe Edith,
    wenn du ausreichend Sonne hast, ist eine Blumenwiese, wie du sie die fotografiert hast, doch eine wunderbare Sache. Toll, dass der öffentliche Raum manchmal anders aussieht, als das ordentliche, sterile Bild....ich würde mir wünschen, dass diese Botschaft auch mal hier in Freiberg ankommt.....:-)
    Ich finde, man sollte das niemanden mit auf den Weg geben.....den Spruch, nicht um einen zu weinen.....warum nicht über einen Verlust trauern, der schmerzlich ist?
    LG Sigrun

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  11. Diese Flächen habe ich in unserer Stadt auch schon gesehen. Ich glaube, man muß sie jedes Jahr aufs Neue einsäen, denn das Meiste kommt nicht wieder.
    Und ich denke auch, daß man, wenn man einen Menschen gern hatte, auch um ihn weint, das ist eine ganz natürliche Reaktion. Aber ich weiß, man möchte dem anderen keinen Kummer bereiten. Doch das liegt außerhalb unseres Wollens.

    Alles Liebe auch hier
    Sara

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