Samstag, 4. Juni 2016

Auf den Spuren der Vergangenheit...



Es gab in meinem Leben eine Zeit,
in der ich mich völlig kraftlos fühlte,
zu kränkeln begann, traurig war, 
mir einfach der Spaß am Leben fehlte.









Mehr als zwei Jahrzehnte hatte ich,
was Familie, Beruf, Haushalt, Garten angeht, 
funktioniert, organisiert und mich
irgendwann selbst nicht mehr gespürt.









So kannte und so mochte ich mich nicht.
Ich nahm Urlaub, um herauszufinden,  
was los war mit mir, meinem Körper
 und meiner Seele. Ich fuhr nach Bad Nauheim.

 






Dort ging ich abwechselnd ins Hallen- 
und ins Thermalbad, machte täglich lange 
Spaziergänge um den See im Kurpark 
und hatte viel Zeit zum Nachdenken. 









Ich hatte mich selbst verloren, vergessen,
dass es in meinem Leben auch um mich 
geht und nicht immer nur um die anderen.
In meinem Leben fehlte einfach die Freude. 








Man kann andere nicht ändern, 
aber man kann sich selber verändern.
Neue Wege zu gehen, erfordert Mut.
Aber ich  würde es wieder so tun.






 


Ich war sehr glücklich,
nach Jahren  noch einmal zurückzukehren
an den Ort in Bad Nauheim, an dem ich
mein Lachen und die Freude wieder fand,
und  mich zu erinnern an meine Spaziergänge
rund um den See...

All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen Tag.

Kommentare:

  1. Das geht mir ans Herz, liebe Edith, so lieb, dass du diese Erfahrung mit uns teilst. Wie schön, dass du an diesen Ort zurückgekehrt bist und uns diese schönen Bilder mitgebracht hast. Ich kann mich an ähnliche Situationen in meinem Leben erinnern... Geholfen hat mir immer das Draußensein und mich im Spiegel der Natur zu erleben. Für andere da sein kann man nur, wenn es einem selber gut geht und immer wieder dafür sorgt, sonst geht die Kraft auf einmal schnell zu Ende. Liebste Wochenendgrüße und DANKE - Ghislana

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  2. Liebe Edith,
    siehst du und deshalb gehe ich Laufen und ich kann sagen, mit dem Laufen habe ich mir manchen Frust von der Seele ja, gelaufen.

    Ich finde es schön, wenn du durch die Zeit in Bad Nauheim wieder zu dir gefunden hast und auch wieder an diesen Ort zurückkehrst.

    Mir hilft auch immer wieder der Mörike Pfad, den ich immer und immer wieder in Cleversulzbach gehe, es ist ein Stück meiner Kindheit. Wenn auch das "Mörikedorf" Cleversulzbach erst so richtig später entstanden ist.

    Ein schönes Wochenende und danke für die schönen Bilder.
    Liebe Grüße Eva

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  3. Guten Morgen, Edith!

    Ein sehr schöner, intensiver Beitrag. Ich habe bei deinen Fotos und den Zeilen das Gefühl, ich würde mit dir spazieren gehen. Und wir würden uns dabei unterhalten wie alte Freundinnen. Ich glaube, dass jeder von uns irgendwann innehalten sollte und schauen: Wo bin ich eigentlich in meinem Leben? Komme ich mit meinen Bedürfnissen überhaupt vor? Mir gibt der Garten so viel. Hier bin ich wirklich ich und hier habe ich meinen "Selbst-Ort". Um hier stundenlang gedankenverloren werkeln zu können, muss schon mal das eine oder andere auf der Strecke bleiben. Inzwischen habe ich aber kein schlechtes Gewissen mehr. Soll die Welt doch warten.

    Bei dir habe ich das Gefühl, dass das Bloggen sehr zu deinem Refugium geworden ist. Und es freut mich, dass du anscheinend hier ganz bei dir sein kannst. Herzliche Grüße Xenia

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  4. Liebe Edith,
    ein Beitrag, der zum Nachdenken anregt. Es stimmt, für so einen Schritt muss man den Mut aufbringen, denn oft denkt man, dass es doch auch so gehen muss.
    Bad Nauheim scheint sehr schön zu sein, nach deinen Bildern zu urteilen.
    VG
    Elke

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  5. Das liebe Edith machte mich nachdenklich und auch ein wenig traurig. Mir erging es ähnlich, ein paar Wochen nach der Geburt meines Kindes. Ich freute mich so auf das Kind und war Wochen später nur noch traurig und zwar ganz völlig ohne Grund. Es fing an bei der Hochzeit meines Schwagers und seiner Frau, ich weinte bei der Hochzeit nur noch und wußte gar nicht warum. Schließlich verließ ich die Hochzeit und ging heim, ich konnte die Fragerei nicht mehr ertragen. Das ganze ging so weiter mind. ein 3/4 Jahr. Nur, wenn wir 1 Tag wegfuhren, dann ging es mir etwas besser. So sind wir des öfteren ein Tag irgendwo hin gefahren, wo uns niemend kannte und keiner fragte, warum ich traurig bin.
    Diesen Park in Bad-Nauheim habe ich sofort wieder erkannt, bevor ich dies gelesen habe, wir waren nur kurz in Bad-Nauheim, 1 ode 2 Nächte, als wir mal auf dem Rosenfest in Steinfurt waren. Warst du erst neulich wieder dort? Dann hast du jetzt hoffentlich wieder gute Erinnerungen an Bad Nauheim.
    Blumenwiesen und Gärten anzuschauen in meiner Heimat, das könnten wir doch glatt mal machen, wenn du mal in meiner Gegend bist. Hier gibt es auch Thermalbäder von 35 -50 km Entfernung, der Bodensee ist ca 100 km entfernt, Österreich und Schweiz sind ebenfalls ca. 100 km entfernt. Eines möchte ich dir noch sagen, aber per e-Mail.
    Grüße von Ilona

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  6. Meine Digitalkamera, liebe Ilona, sagt mir, dass ich am 18. Mai ds. Js. in Bad Nauheim war. Eigentlich wollte ich auch noch die paar Kilometer nach Bad Nauheim-Steinfurth fahren, wo ich schon ziemlich oft war, habe mich dann aber anders entschieden, weil ich nicht in die Versuchung kommen wollte, Pflanzen zu kaufen, für die ich keinen Platz mehr im Garten habe.
    Bad Nauheim war vom ersten Tag an für mich ein guter (Kraft-)Ort, an dem ich körperlich und mental für die Bewältigung meines Alltags Kraft tanken und wieder zu mir selbst und meinem Lachen finden konnte. Während meiner letzten Berufsjahre bin ich immer mal wieder für einen Kurzurlaub oder auch für länger dorthin zurückgekehrt.
    Dort, wo Du zu Hause bist, das liest sich gut, liebe Ilona. Wenn ich einen Privatflieger hätte, käme ich mal für einen Tag. Alles andere nimmt mein Garten mir ziemlich übel.
    Danke für Deinen Kommentar und liebe Grüße von Edith

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