Samstag, 31. Oktober 2015

 'Ich glaub' es nicht,
Paparazzo-Oma ist wieder im Anmarsch...'


'Cool bleiben und ignorieren... 
Oje, sie steuert direkt auf uns zu...'



'Ich tu, als wär' sie gar nicht da.
Doch das scheint sie nicht zu interessieren.
Dann stell ich mich einfach schlafend.'

 
 'Miau und Gute Nacht...'
Verlinkt mit: Alles für die Katz #20
I

 

Freitag, 30. Oktober 2015

Ob Ihr es glaubt oder nicht:...

diese Vase ist schon ein halbes Jahrhundert in meinem Besitz. Nein, es war kein Taufgeschenk. Auf jeden Fall bekam ich sie nach langer Zeit mal wieder zu  Gesicht, als ich notgedrungen meinen Keller aufräumte. Und da hatte ich auch gleich eine Idee. Bei solch einem intensiven Blau denkt man als Gartenfreundin natürlich sofort an den Herbsteisenhut. Was ich immer sage: es gibt keine Zufälle, alles ist Fügung; denn die Vase tauchte nach vielen Jahren genau zum richtigen Zeitpunkt wieder auf, nämlich zur Blütezeit des Eisenhuts in meinem Garten. Das nenne ich 'Timing'. 

In diesem Jahr hat mir mein Eisenhut einige Sorgen bereitet. Vielleicht war ich zu sehr mit meinem neuen Gartenblog und mit dem Gießen beschäftigt, so dass ich übersah, dass es dieser Staude bei der langen Trockenheit mit der brennenden Sonne gar nicht gut ging. Als vor allen Dingen die Eisenhüte in meinem Vorgarten schon völlig verlaust waren, merkte ich es erst. Und da war es eigentlich schon zu spät. Dort kommen sie gar nicht zur Blüte. Und diese Blüten sind für einen Herbsteisenhut auch eher kümmerlich. Also weiß ich fürs kommende Jahr Bescheid...


Umso mehr haben sie es verdient, hier an dieser Stelle (ich bin mal bescheiden) von ein paar tausend Menschen beachtet zu werden.


Als Begleitung gab ich dem stolzen Eisenhut drei Wedel eines wunderschönen Farns, dessen Namen ich leider nicht mehr weiß.


Es sollte auch ein Stiel meiner zur Zeit noch überreich blühenden winterharten Fuchsie Mrs. Popple dazu. Die Stiele aber sind derart verzweigt und reichblühend, dass ein einziger Stängel schon die ganze Vase ausgefüllt hätte. Also entschied ich mich für die 'schlanke' Wisley'.

 
Und weil die grünen Bommel meiner früh blühenden einfachen Herbstanemonen nicht zu viel Unruhe in den Strauß bringen, durften ein paar von ihnen auch noch mit in die Vase.


Irgendwie entsteht auf den Fotos der Eindruck, als würden die Proportionen nicht stimmen, als hätte ich die Stiele kürzer schneiden müssen. In natura finde ich das nicht. Wenn man von oben fotografiert, wirkt die Vase kleiner. Mir jedenfalls scheint es so.

Die Vase kommt vorerst nicht wieder in den Keller, weil es  mir zu einer schönen Angewohnheit geworden ist, freitags einen Strauß zu binden...
für mich natürlich und wegen Helga von Holunderbluetchen.

All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen Tag.

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Die süßesten Früchte hat mein Cornus kousa nicht... 


Aber ich denke, dass ich mich bei ihm entschuldigen sollte wegen der  Behauptung, die ich in meinem Post vor einiger Zeit in Bezug auf seine Früchte aufgestellt habe.






Einige rote Früchte hatte ich im Sommer probiert. Sie hatten mir nicht geschmeckt.
 


 
 
 
Ich hatte mir eine Meinung gebildet. Für mich war das Thema damit erledigt.
 
 
 
 
 
 
Als ich heute morgen  mit der Schere im Garten unterwegs war, um Eisenhut für die Vase zu schneiden, staunte ich nicht schlecht, als ich den Baum aus der Nähe betrachtete. Die Früchte hatten noch erheblich an Größe zugelegt, sahen prall und glänzend aus. Und als ich eine probierte, musste ich mir eingestehen, dass der Geschmack in diesem Reifezustand dem entspricht, was bei Wikipedia nachzulesen ist.
 
'Die Früchte sind genießbar. Das orangefarbene Fruchtfleisch schmeckt bei reifen Früchten süß und erinnert im Geschmack an Mango oder Melone, allerdings verhindern die ledrige Schale und gelartige Konsistenz des Fruchtfleisches eine größere Beliebtheit. Aus den in Alkohol eingelegten Früchten wird eine Art Fruchtlikör ähnlich dem Umeshu hergestellt.'
 

 
 
 
 
 
Eigentlich schmecken sie recht gut, sie sind leicht süßlich, vergleichbar mit einer überreifen Khaki. Das einzige, was mich stört, ist ihre raue, feste Schale, die ich ausgespuckt habe. In einem Karton verschicken, liebe Ghislana, könnte man sie in diesem Zustand nicht. Es käme nur Matsche an. Weil schon der ganze Boden voll liegt mit überreifen Früchten, habe ich die, die ich ohne Leiter erreichen konnte, abgepflückt. Weil ich echt nicht weiß, was ich damit anstellen und ob ich über dieses großzügige Geschenk der Natur lachen oder weinen soll (immerhin hat es nach meiner Erinnerung ca. 20 Jahre gedauert, bis sich nach der Blütezeit erste Früchte gebildet haben), hatte ich eine Idee, die mein Enkel mit den Worten 'Oh, Oma, ein lachendes Gesicht' kommen-tierte. Eigentlich  hatte ich an einen Smiley gedacht. Aber Kinder schauen genau hin. Ich glaube, ein Smiley sollte keine Nase, Ohren und schon gar keine Haare haben. Aber man (frau) will ja nichts wegwerfen.
 
 

All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich mit einem Smiley oder einem lachenden Gesicht einen schönen Tag. 


Dienstag, 27. Oktober 2015

Wenn es tagelang ununterbrochen regnet...,
 
 
hat man keine Ausrede mehr, Arbeiten, die seit langem anstehen und im Haus zu erledigen sind, weiterhin vor sich her und auf die lange Bank zu schieben. Also begab ich mich notgedrungen in die Katakomben und wurde mehr unfreiwillig zum 'Kellerkind'.

 
Unser Haus ist vollunterkellert. Dort gibt es einen langen Flur, drei größere und zwei kleine Keller sowie die Waschküche. Eine Waschküche ist nicht verkehrt,  ein Heizungskeller muss sein, auch  Toilette und Dusche im Keller sind eine schöne Sache. Und der Bügelkeller war praktisch, solange ich jedes Wochenende bis zu sechs Waschmaschinen voll Wäsche hatte.


In einem Keller aber, in dem  Blumentöpfe für drinnen und draußen in allen Größen stehen, meine Gartenutensilien, Gartendünger und die Haushaltsgeräte aufbewahrt werden, die ich nicht täglich benötige, entfaltet sich immer wieder und seit Jahren nach und nach ein einziges Chaos.

 
"Oma, ich habe auch mal Chaos gemacht, aber das habe ich dann wieder aufgeräumt;" sagte mir kürzlich mein mittlerweile 4-jähriger Enkel, als ich das Wort 'Chaos' benutzte. Er weiß auf jeden Fall, was man dann tun muss, ich auch. Aber ich hasse es, Keller aufzuräumen. 

 
Seit meinem 23. Lebensjahr wohne ich in diesem Haus. Und es sammelt sich im Laufe eines Lebens einiges an, alles Dinge, die mit Sicherheit noch irgendwann einmal gebraucht werden und die zu schade sind zum Wegwerfen...

 
Bevor es dann messieähnliche Ausmaße annimmt, wird  aufgeräumt, aussortiert, weggeworfen. Und jedesmal beneide ich die Menschen, die alle fünf Jahre in eine andere Wohnung ziehen und sich dabei von überflüssigem Ballast  trennen bzw. trennen müssen. Ich will nicht sagen, dass ich mit ihnen tauschen möchte, nein, auf keinen Fall. Aber anstatt der vielen Keller wäre mir ein übersichtlicher Wirtschaftsraum mit Waschmaschine, Trockner und Kühltruhe lieber. 

 
Denn in unseren Kellerräumen geschehen immer wieder seltsame Dinge. Neben den eigenen Sachen, die von Zeit zu Zeit dorthin wandern, werden da immer wieder und klammheimlich Sachen abgestellt, die mir völlig unbekannt sind. Wie kommen die schwarzen Damenschlittschuhe dahin? Wem gehören die Fußballschuhe und die Skier mit dazugehörigen drei Paar (!) Skischuhen?


Was macht der Felgenturm da? Mein Auto hat Ganzjahresreifen. Ich habe auch noch nie zwei Dutzend schwarz lasierte Blumentöpfe aus Ton besessen und ... und ... und...

 
Also sortiere ich: für die Papiertonne, für den gelben Sack, für den Restmüll, für die Kleidersammlung, für Flüchtlinge und für drei große Fragezeichen; denn bei einigen Sachen weiß ich nämlich  überhaupt nicht, wohin damit. Ist das Sondermüll? Wo liefert man den ab? Also schleppe ich Sack für Sack die Kelleraußentreppe hoch, bringe alles zunächst mal in die Garage und rede mich bei dem vielen treppauf, treppab so langsam in Rage.


Einige Sachen sollte ich meinen geliebten Kindern einfach vor die Haustüre stellen. Aber ich will keinen Ärger, werde mich darauf beschränken, ihnen mitzuteilen, dass sowohl meine Papier- als auch die Restmülltonne voll sind und sie fragen, ob sie noch Platz in ihren Tonnen oder Zeit haben, die Säcke zum Wertstoffhof zu bringen; denn mit meinem Ford Fiesta müsste ich einige Male fahren. Dazu habe ich absolut keine Lust.

 
Zwei Tage habe ich nun im Keller verbracht. Jetzt brauch ich erst mal eine Pause. Und es wartet noch der Bügelkeller. Dort haben sich Spielsachen meines Enkels aus drei Jahren angehäuft, Gartenzeitungen aus 15 Jahren, Kisten mit Büchern und einiges mehr. Aber der Winter ist ja lang. Und es wird noch viele Regentage geben. 

 
Wie gut, dass ich einen 'ordentlichen' Beruf erlernt habe, nur meinen und nicht noch den Dreck anderer (pardon: fremder) Leute wegmachen musste. Dazu hätte ich nämlich absolut keinen Bock. Das würde mir mein Leben auf Dauer ganz schön vermiesen...
Und wie sieht's in Euren Kellern aus? 


Bis hier hatte ich diesen Post fertig. Dann passierte es am Montag, dem 19. Oktober: Mein Computer gab seinen Geist auf. Zunächst nahm er mein Passwort nicht an, so dass ich nicht mehr ins Internet konnte und kurze Zeit später war alles dunkel.


Einige Tage war ich so naiv zu hoffen, dass er sich wieder erholen würde. Schließlich ist er erst 2 Jahre und 7 Monate alt. Als ich endlich begriff, dass daraus wohl nichts werden würde, war Samstag und ich  brachte ihn in die Werkstatt, also dorthin, wo ich ihn gekauft hatte. Da die Fachleute ebenfalls ratlos waren, ist mein Computer inzwischen (hoffentlich) auf dem Weg zum Hersteller.


Inzwischen sind zwei Keller entrümpelt, aufgeräumt und die Wände frisch gestrichen. Fast täglich erscheine ich beim Wertstoffhof und liefere irgend etwas ab. Als ich gestern vor der Pforte hielt und den Kofferraum öffnete, kam der Kassierer aus seinem Häuschen an meinen Wagen und fragte mich freundlich, ob er mir die Sachen wohl abnehmen dürfe. Es handelte sich um einen großen Karton mit Gartenzeitungen und um ein altes Bügeleisen, beides nicht kostenpflichtig.


So viel Höflichkeit machte mich stutzig. Also grübelte ich, ob mich die Arbeit im Keller so 'kaputt' aussehen lässt, dass schon dieser ältere Mann Mitleid mit mir hat, oder ob es die Entzugserscheinungen sind, mein trostloses 'offline-Dasein'. Ich tippe auf letzteres.


Als meine Tochter mich heute morgen sah, überließ sie mir freiwillig leihweise ihren Computer Windows 7.0. Mein Sohn hatte vorher schon meinen Friday Flowerday-Strauß online gestellt. Ich bin gerührt von so viel Mitleid und glücklich, dass ich wieder bei Euch reinschauen kann.


Irgendwie werde ich aber den Verdacht nicht los, dass bei diesem ganzen Malheur vielleicht der Chef von ganz oben seine Hände im Spiel hatte, der mich kennt und mich ausbremsen wollte, weil ich es mit meiner Begeisterung für meinen Gartenblog wirklich manchmal  ein wenig übertreibe.


Habt ein wenig Geduld mit mir, wenn ich im Moment nicht zum Kommentieren komme. Aber ich verspreche: es wird alles nachgeholt.  


Einen schönen Tag Euch allen, danke für die netten Worte zu meinem 100. Post, tschüss bis bald Eure Edith.

P.S. Sämtliche Fotos sind am 26. Oktober in meinem Garten entstanden.
 

Montag, 26. Oktober 2015

Im Herbst kommen Dinge zum Vorschein...,

auf die man im Sommer gar nicht achtet. So stachen mir bei meinem letzten Spaziergang im KLG die unterschiedlichen Baumborken ins Auge. Dabei handelt es sich um die äußere Schicht der Rinde, quasi um die 'Außenansicht', die das Abschlussgewebe der Rinde bildet. Abgesehen von ihrer teilweise bizarren Schönheit, zeigen uns auch die Bäume ihre Verletzungen, die sie im Laufe ihres Lebens davongetragen haben. Und wie es bei uns Menschen so ist, entsteht der Eindruck, dass es auch unter den Bäumen welche mit einer ganz 'dünnen Haut' gibt und andere mit einem ziemlich 'dicken Fell'. Es gibt verschiedene Borkentypen, z.B. Ringelborke, Schuppenborke, Netzborke, blättrige Schuppenborke, Glattrinde, Ringelkork, Massenkork. Ich persönlich kann die Borke einer Birke und einer Eiche von der einer Buche unterscheiden. Und das war's auch fast schon. Aber ich hielt die verschiedenen Muster für interessant genug, eine ganze Anzahl mal anderer Collagen daraus zu 'basteln'. Viel Spaß beim Betrachten. 
 


























 
All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen Tag.

Dieser Post war schon fertig, als ich rein zufällig auf 'Black & White' stieß und mich am 14. Oktober spontan entschloss, mit einigen der obigen Collagen als Schwarz-Weiß-Fotos dort mitzumachen. Ich wollte sie hier jetzt nicht rausnehmen. Vielleicht ist es für den einen oder anderen auch interessant zu sehen, wie sie in Farbe wirken.

Einen Vermerk noch in eigener Sache: Ich bin seit dem vergangenen Montag 'offline'. Mein Computer ist zur Reparatur auf dem Weg zum Hersteller.