Mittwoch, 30. September 2015

Als ich Samstag vor zwei Wochen...


von der Staudenbörse nach Hause kam, klingelte mein Telefon. Ob ich Lust hätte, mit ihnen in den Wald zu fahren, um Pilze zu suchen, fragte mich meine Tochter. Es sei doch jetzt die richtige Zeit dafür oder, schob sie noch als Frage hinterher. Klar, im September wachsen die Pilze und natürlich hatte ich Lust, obwohl ich schon seit 6 Uhr morgens auf den Beinen war und mich ziemlich kaputt fühlte. Wir trafen uns auf halbem Wege. Als ich zu ihnen ins Auto stieg, begann es plötzlich zu tröpfeln. Auch das noch! Aber wenn wir uns etwas vorgenommen haben, ziehen wir das auch durch.


Unser letzter Ausflug in den Wald lag schon einige Jahre zurück. Als mein Vater noch lebte, war es anders. Da war der Wald fast unser zweites Zuhause. Die Kinder suchten schon Pilze, als sie gerade mal laufen konnten und kommen heute noch ins Schwärmen, wenn mal die Rede darauf kommt. 
  

Wir fuhren zu unserer alten Stelle und staunten nicht schlecht. Unseren Wald gab es nicht mehr. Er war komplett abgeholzt. Und den Stubben nach zu urteilen, war das schon vor längerer Zeit geschehen. Es sah einfach trostlos aus. Ab und zu der Sämling einer Kiefer, an einigen Stellen Gräser, an anderen etwas Moos. Ganz am Ende dieser traurigen Einöde stand ein Hochsitz. Hier nach Pilzen zu suchen, machte keinen Sinn. Ich schoß einige Fotos, obwohl es sich mittlerweile schon richtig eingeregnet hatte.


Wir fuhren noch zu einer anderen Stelle, an der wir Pilze vermuteten. Gleich nach dem Aussteigen ertönte schon ein Freudenschrei. Der erste eßbare Pilz war gefunden. Meine Tochter hatte Blut geleckt, verschwand mit ihrem Schatz im Dickicht; denn 'Wald' konnte man das eigentlich nicht nennen. Weil meine Haare schon naß waren und ich - anstatt einer Jacke - nur eine ärmellose Weste trug, blieb ich im Auto sitzen. Nach gefühlten zwei Stunden und bei inzwischen starkem Regen kamen die beiden Pilzsammler patschnaß, aber glücklich zum Auto zurück und breiteten stolz ihre Ausbeute, nämlich ganze sechs Pilze, im Gras aus, damit ich sie fotografieren konnte.


Für den Heimweg benutzten wir die Landstraße, wo ich aus dem Auto heraus diese Fotos von einem riesigen Rapsfeld und den Sonnenblumen machte. Beim Abschied  gab ich meiner Tochter den Rat, von den wenigen Pilzen doch einfach ein Süppchen zu kochen.

"Das müssen wir unbedingt bei gutem Wetter wiederholen", rief sie mir noch hinterher. "Ja," antwortete ich, "das wäre schön..."













All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen Tag.
 

Montag, 28. September 2015

Es freute mich,
daß ich Samstag vor zwei Wochen die Möglichkeit hatte, 
überschüssige  Stauden aus meinem Garten 
auf einer Pflanzenbörse abzugeben.


Da sich bei uns in der Nähe diese Gelegenheit nicht bietet, 
nahm ich dafür auch gern einige Kilometer in Kauf.


Es hat mich einiges an Überwindung gekostet,
 mich mit einem Kofferraum voller Töpfe 
allein auf den Weg zu machen...


 Aber schon bald merkte ich,
wie sich die Menschen freuten,
für kleines Geld an Stauden zu kommen.


Schließlich
 machte es mir sogar Spaß,
 auch bei den anderen zu schauen, 
mich mit Gartenfreunden zu unterhalten,
Erfahrungen auszutauschen und nicht nur abzugeben, 
sondern auch das eine oder andere mit nach Hause zu nehmen. 

Bei mir waren es unter anderem 
drei Beutel Kartoffelspezialitäten von meinem Lieblingsstand, 
den ich mit meinen obigen Collagen hiermit vorstelle.

All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen Tag.


Sonntag, 27. September 2015

  Lottas Thema bei BUNT IST DIE WELT lautet für heute
'Stachlig'.




Es war eine stachlige Angelegenheit, als ich am Dienstag mit meinem vierjährigen Enkel Kastanien suchte. Einige waren mit der Hülle vom Baum gefallen, so daß wir die Kastanien erst von der Hülle befreien und 'auf die Welt bringen' mußten. Dabei machten wir reichlich Bekanntschaft mit den Stacheln.




In meinem Garten gibt es einige Rosen mit jeweils ganz unterschiedlichen Stacheln. Eigentlich sind es ja Dornen, die auch sehr unangenehm, pieksig und stachlig sein können. 





Und last but not least ist da noch der Ilex, schön anzusehen, aber nicht weniger stachlig.





Und welche Stacheln sind Euch ein Dorn im Auge?

Einen schönen Tag all meinen Leserinnen und Lesern.

Freitag, 25. September 2015

Er stand lachend vor mir in der Haustür,


gratulierte zum Geburtstag und überreichte mir 
diese wunderschöne Amaryllis,
die so gut in mein Wohnzimmer paßt.


Natürlich freute ich mich, obwohl ich einige Tage vorher 
verlauten ließ: Bitte, keine Sträuße dieses Jahr.


Ich hatte die Nase voll von den teuren Floristensträußen
mit dem angedrahteten Beiwerk,
in das Rosen gesteckt werden, die schon nach 2 Tagen welken.


Nachdem ich den Stiel der Amaryllis um 20 cm gekürzt hatte,
fand ich auch eine passende Vase.


Mein Schwiegersohn in spe, dessen Praxis sich 
in der Innenstadt der nächst größeren Stadt befindet,
fährt die ersten 30 km mit dem Auto und legt den Rest 
der Strecke mit dem Fahrrad zurück, und zwar
 ganzjährig bei Wind und Wetter, Regen, Schnee, Glatteis...


Den Strauß hatte er in der Innenstadt gekauft
und auf dem Rad transportiert.
"Heil angekommen", strahlte er mich an.
Ich bedankte mich, war sehr gerührt.


Berührt hat mich auch dieser kleine Strauß,
 den ich in die Apfel-Vase von Arzberg stellte.
Mein vierjähriger Enkel 
überreichte ihn mir mit den Worten:
"Herzlichen Glückwunsch, Oma, zum Geburtstag."


 Ich weiß, wie ungern er sich von seinen Federn trennt...


All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen Tag.

Montag, 21. September 2015

Ja...,



...es ist mal wieder so weit,



dankbar sollte ich sein, das bin ich auch,
trotzdem finde ich ihn ein wenig lästig,
meinen eigenen Geburtstag.



Ich will keine großen Reden halten über das Altwerden.
Darüber haben sich schon andere Gedanken gemacht,
die es besser können als ich.



Mir gefiel schon vor vielen Jahren,
 was dazu auf dem
'Stein der Jugend'
im Parco Giardino Sigurta, Valeggio Sul Mincio (Verona),
geschrieben steht, und zwar:



'Die Jugend ist nicht ein Abschnitt des Lebens,
sie ist ein Zustand der Seele,
der in einer bestimmten Form des Willens besteht,
in einer Bereitschaft zur Fantasie,
in einer gefühlsmäßigen Kraft ,
im Überwiegen des Mutes über die Zaghaftigkeit und der
Abenteuerlust über die Liebe zur Bequemlichkeit.



Man wird nicht alt wegen der einfachen Tatsache,
daß man eine bestimmte Zahl von Jahren gelebt hat,
sondern nur, wenn man sein eigenes Ideal aufgibt.
Wie die Jahre ihre Runen auf den Körper zeichnen,
so zeichnet der Verzicht auf die Begeisterung sie auf die Seele.
Der Abscheu, der Zweifel, das Fehlen von Sicherheit,
die Furcht und das Mißtrauen sind lange, lange Jahre,
die das Haupt beugen und den Geist zu Tode führen.



Jung sein bedeutet, mit 60 oder 70 Jahren
die Liebe zum Wunderbaren bewahren,
das Erstaunen für die leuchtenden Dinge
und die strahlenden Gedanken, den kühnen Glauben,
den man den Ereignissen entgegenbringt,
den unstillbaren Wunsch des Kindes für alles, was neu ist,
den Sinn für die angenehme und fröhliche Seite des Daseins.



Ihr werdet so lange jung sein, wie Euer Herz die Botschaft
der Schönheit, der Kühnheit und des Mutes aufnehmen wird,
die Botschaft der Größe und der Stärke, die Euch von der Welt,
von einem Menschen oder von der Unendlichkeit geschenkt werden.
Wenn alle Fasern Eures Herzens zerrissen sein werden
und wenn sich auf ihnen der Schnee des Pessimismus
und das Eis des Zynismus gehäuft haben werden,
erst dann werdet Ihr alt sein, und dann möge Gott sich
Eurer armen Seele erbarmen'.



Und aus dem Gedicht, das Charly Chaplin aus Anlaß seines 70. Geburtstages vortrug,
gefallen mir besonders die beiden nachfolgenden Strophen:
Im Original heißt es 'When I started loving myself'.

'Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben.
Heute mache ich nur das, was mir Freude und Glück bringt,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem eigenen Rhythmus...



Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit,
was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder
hinunterzog, weg von mir selbst...'



Zwei Dinge müssen wir im Alter lernen,
1.) uns selbst zu lieben,
        2.) auch mal 'Nein' zu sagen.
Das kann unsere Umgebung anfangs irritieren,
ist aber notwendig.





Was mich betrifft:
Ich lache gerne,
erfreue mich an meinem Garten,
habe den Kopf voller Ideen
und hoffe,
daß es noch eine Zeitlang so bleibt.



 Meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen Tag.

Freitag, 18. September 2015

Eigentlich gibt es nur 
diesen einen Platz in meinem Eßzimmer,


an dem ich einen Blumenstrauß fotografierern kann, ohne daß das Blitzlicht, welches den Fotos immer einen Gelbstich verleiht, anspringt.


Sträuße stehen bei mir auch an anderen Stellen, z.B. auf dem Sideboard. Durch den darüber hängenden Spiegel kann ich mich dann immer gleich an zwei Sträußen erfreuen. 


Ich hab's probiert. Aber der Platz ist einfach zu dunkel, zu dieser Jahreszeit sowieso.  Ich könnte versuchen,  ihn mit einer starken Glühbirne anzustrahlen. Aber so viel Aufwand für ein paar Fotos  muß nicht sein.


Für diesen Strauß pflückte ich in meinem Garten drei Stiele der gefüllten Herbstanemone, drei Blütenstiele von einer Hosta, einen Zweig vom Schmetterlingsflieder und den Samenstand meiner wunderschönen Wiesenraute, die ich in einem anderen Post blühend vorgestellt habe. 


Kann mir jemand sagen, ob sich die Wiesenraute, von der ich zwei Pflanzen habe, aussät? Wie könnte man sie sonst noch vermehren? Ich hätte gerne noch mehr davon.


Die Hostablüten sind von innen hell- und dunkellila gestreift. Von der Mitte ausgehend haben sie sechs weiße Streifen und viele weiße sehr schön gebogene Staubgefäße. Es sind Blüten, die viel zu wenig beachtet werden. Aber wer schaut auch schon so genau hin? Das geht nur bei einem Strauß.


Der Römer, als Teelicht zweckentfremdet, macht sich gut zur Glasvase und zum Grün der Blätter. Mit einem schönen Gruß schicke ich diesen Strauß jetzt zu Helgas Friday Flowerday bei Holunderbluetchen.

 Friday-Flowerday #37/15

All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein schönes Wochenende.