Dienstag, 30. Juni 2015

Mein Junigarten mit Cornus kousa und Paeonien...



"Hat die eigentlich keinen eigenen Garten?" wird sich so manch ein Leser fragen, nachdem ich drei fremde Gärten nacheinander in meinem Gartentagebuch vorgestellt habe. Antwort: "Doch ich habe."





Aber wenn Menschen schon mal so nett sind und mir erlauben, ihren Garten zu fotografieren und die Gartenbilder in meinem Blog zu zeigen, sind sie natürlich auch auf das Ergebnis gespannt. Und als kleines Dankeschön will ich sie dann nicht unnötig lange auf die Folter spannen. Deshalb mußte mein Garten warten.


Je länger hier bei uns die Trockenheit anhielt, umso mehr Kummer machte  mir mein Garten. Schuld daran war der Wettergott, der es hier einfach nicht regnen ließ.


Und als dann alle Regentonnen leer waren, mußte ich meinen Pflanzen beim Vertrocknen zuschauen und u.a. auch viele Töpfe leeren. Aber ich will hier nicht jammern. In einigen Regionen hat es zu viel geregnet, bei uns gar nicht und dann ein wenig. Aber der Boden ist immer noch viel zu trocken.




Im Juni dreht sich in meinem Garten eigentlich alles um die Pfingstrosen.






Ich bin seit langem eine große Bewunderin der schönen Collagen in anderen Gartenblogs. Nachfolgend ein paar meiner ersten Versuche mit Paeonien.


Vielleicht sieht man es den Collagen (noch) nicht an. Aber es ist ein neuer Spaß, den ich für mich entdeckt habe.

Weil es so trocken war, wollte ich die Pflanzen nicht unnötig stressen und schnitt reichlich Pfingstrosen für Sträuße.





Ich bin keine Floristin. Aber mir gefielen meine Sträuße. Oft war die ganze Wohnung erfüllt von Rosen- oder Parfumduft (Ich habe auch einige mit 'Medizinduft').


  








Euch allen wünsche ich einen schönen Tag und viel Spaß an Euren Blumensträußen aus dem eigenen Garten.


Donnerstag, 25. Juni 2015

Menschen und ihre Gärten: Künstlergarten Sombecke/ Holthaus in Dreierwalde...



'Da muß ich unbedingt noch mal hin', sagte ich mir, als ich im vergangenen Jahr anläßlich der Offenen Gartenpforte den Garten Holthaus-Sombecke in Dreierwalde besichtigte. Die Gartenbesitzer waren umringt von Menschenmassen, keine Chance für mich, an sie heranzukommen oder ein gescheites Foto zur Erinnerung zu machen.







Diesen Garten wollte ich einmal ganz für mich allein anschauen und genießen. Am Freitag, dem 19.06., sollte dieser Vorsatz nun endlich in die Tat umgesetzt werden.





Das Wetter war bedeckt, der Himmel blaßblau mit weißen Wölkchen, was sich auf Fotos ja eigentlich immer ganz gut macht.



Ich hatte mich telefonisch angemeldet. Schon auf der Fahrt dorthin aber zog es sich zu und eine dicke, graue Wolke zeigte sich am Himmel. Wenn das mal gut geht...



Deshalb bei meiner Ankunft nur eine kurze Begrüßung. Ich war willkommen und durfte mich auf dem ganzen Anwesen frei bewegen.


Kaum hatte ich begonnen zu fotografieren, begann es auch schon zu regnen, erst leicht, dann immer mehr.




Ich stand im Schutz hoher Bäume und machte weiter, solange es eben ging, wischte zwischendurch immer mal wieder die Regentropfen vom Display.




Aber Zeit, das Ergebnis zu kontrollieren, nahm ich mir nicht.



Dieser Garten ist ein Traum. Rechts vom Eingang befindet sich ein formaler Buchsgarten. Zur Linken wachsen riesige Hortensienbüsche der Sorte 'Annabell', die leider noch nicht blühten, was Frau Holthaus sehr bedauerte.



Sie wollte, obwohl es schon zu regnen begann, noch die pinkfarbenen Kissen auslegen, weil das auf Fotos so schön aussähe, die Hängematte wäre so toll und der Beachbereich bei Sonnenschein auch...


Aber es war auch so alles sehr schön: gesunde Pflanzen, überall dezente Dekorationen und unzählige lauschige Sitzplätze, Platz genug für einen ganzen Verein bis hin zur 1-Personenklause auf allerengstem Raum.



Und vom Beachbereich und der Hängematte aus hat man einen freien Blick in die offene Landschaft...

  

Von gepflegten Rasenflächen (ich ging darauf wie auf einem Teppich) bis hin zum dschungelhaften Bambusgarten, es fehlt an nichts, sonnige Sitzplätze, Schattenplätze und ganz viele enge 'Schleichwege', ein Paradies nicht nur für Kinder.


Und im ganzen Garten verteilt die wunderschönen Bildhauerarbeiten des Hausherrn.



In der Broschüre 'Gärten in Westfalen öffnen ihre Pforten' wird als Gartentyp angegeben 'Paradies im Außenbereich einer Bildhauerei' mit einer Größe von 2.000 Quadratmetern. Es ist ein Paradies. Die Fotos sprechen für sich. Da muß man nicht viel erklären.


Als es zu arg regnete, plauderten wir noch eine Weile auf der überdachten Terrasse. Der Garten verfügt über einen Brunnen. Außerdem sei der Grundwasserspiegel sehr hoch. Schädlinge? Nein, auch keine Schnecken. Ach ja, da läuft immer so ein kleiner Hase durch den Garten und knabbert junge Hostas an. Aber der muß ja auch leben...



Beim Erzählen fiel mir an dieser sympathischen 'Gärtnerin aus Leidenschaft' auf, daß sie etwas Mädchenhaftes an sich hat, IHN liebevoll 'Tommy' nannte und ihn beim Sprechen immer direkt und mit einem Leuchten in ihren Augen anschaute. Ich erlebte ein harmonisches Paar, bei dem ich merkte, daß jeder auf die Arbeit des anderen stolz ist.


In einer Gartenecke lagen Spielsachen in feinem Sandkastensand. Ich kann das Paar vom Alter her überhaupt nicht einschätzen und traute mich nicht, indiskrete Fragen zu stellen, vielleicht bei meinem nächsten Besuch. Ich sei dort immer willkommen, sagten mir beide beim Abschied...


Und ich sage: „Ich war heute in einem wunderschönen 'Künstlergarten', einem gemeinsamen Projekt von zwei Menschen, zu dessen Gelingen ein jeder seine besonderen Fähigkeiten eingesetzt hat und in das beide ihr ganzes Herzblut gesteckt haben."



Danke, daß ich hier sein durfte.


Der Garten ist jeden Freitag von April/Mai bis September/Oktober (je nach Wetterlage) von 10.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Gruppen sind nach vorheriger telefonischer Absprache herzlich willkommen.


Den Lesern, die besondere Gärten lieben, empfehle ich, sich noch die beiden vorherigen Posts von ebenfalls wunderschönen Gärten anzuschauen.Viel Spaß dabei.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Tag in Eurem (Garten-)Paradies.