Freitag, 30. Oktober 2015

Ob Ihr es glaubt oder nicht:...

diese Vase ist schon ein halbes Jahrhundert in meinem Besitz. Nein, es war kein Taufgeschenk. Auf jeden Fall bekam ich sie nach langer Zeit mal wieder zu  Gesicht, als ich notgedrungen meinen Keller aufräumte. Und da hatte ich auch gleich eine Idee. Bei solch einem intensiven Blau denkt man als Gartenfreundin natürlich sofort an den Herbsteisenhut. Was ich immer sage: es gibt keine Zufälle, alles ist Fügung; denn die Vase tauchte nach vielen Jahren genau zum richtigen Zeitpunkt wieder auf, nämlich zur Blütezeit des Eisenhuts in meinem Garten. Das nenne ich 'Timing'. 

In diesem Jahr hat mir mein Eisenhut einige Sorgen bereitet. Vielleicht war ich zu sehr mit meinem neuen Gartenblog und mit dem Gießen beschäftigt, so dass ich übersah, dass es dieser Staude bei der langen Trockenheit mit der brennenden Sonne gar nicht gut ging. Als vor allen Dingen die Eisenhüte in meinem Vorgarten schon völlig verlaust waren, merkte ich es erst. Und da war es eigentlich schon zu spät. Dort kommen sie gar nicht zur Blüte. Und diese Blüten sind für einen Herbsteisenhut auch eher kümmerlich. Also weiß ich fürs kommende Jahr Bescheid...


Umso mehr haben sie es verdient, hier an dieser Stelle (ich bin mal bescheiden) von ein paar tausend Menschen beachtet zu werden.


Als Begleitung gab ich dem stolzen Eisenhut drei Wedel eines wunderschönen Farns, dessen Namen ich leider nicht mehr weiß.


Es sollte auch ein Stiel meiner zur Zeit noch überreich blühenden winterharten Fuchsie Mrs. Popple dazu. Die Stiele aber sind derart verzweigt und reichblühend, dass ein einziger Stängel schon die ganze Vase ausgefüllt hätte. Also entschied ich mich für die 'schlanke' Wisley'.

 
Und weil die grünen Bommel meiner früh blühenden einfachen Herbstanemonen nicht zu viel Unruhe in den Strauß bringen, durften ein paar von ihnen auch noch mit in die Vase.


Irgendwie entsteht auf den Fotos der Eindruck, als würden die Proportionen nicht stimmen, als hätte ich die Stiele kürzer schneiden müssen. In natura finde ich das nicht. Wenn man von oben fotografiert, wirkt die Vase kleiner. Mir jedenfalls scheint es so.

Die Vase kommt vorerst nicht wieder in den Keller, weil es  mir zu einer schönen Angewohnheit geworden ist, freitags einen Strauß zu binden...
für mich natürlich und wegen Helga von Holunderbluetchen.

All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen Tag.

Kommentare:

  1. Das Blau der Vase und des Eisenhutes passen so schön.
    Mir gefällt dein Strauß. Ja es ist schon was, wenn man einmal die Woche für sich Blumen hinstellt.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. Ja, diese Vase würde ich auch nicht mehr in den Keller stellen, sie ist zu schön und wird dich sicher noch zu weiteren farbenfrohen Sträussen inspirieren.
    Liebe Grüsse,
    Claudine

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  3. Sehr fein komponiert, liebe Edith !!! Zur Zeit habe ich das Gefühl, dass alle "Vintage-Vasen" ein Comeback erleben. Leider habe ich keine einzige ....
    Herzliche Grüsse und eine gute Woche, helga

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  4. Wow, das hätte ich jetzt auch nicht gedacht, daß die Vase schon so alt ist! Blau ist doch immer wieder schön! Eisenhut habe ich im jetzigen Garten nicht mehr. Im Waldgarten wuchs er gern und von sich aus. Hier ist sicher nicht der richtige Boden. DA er auch sehr giftig ist, habe ich nun auch drauf verichtet. Dein Eisenhut schaut aus wie eine Zuchtform. Mit den Proportionen beim Fotografieren ist das schon so eine Sache, das kenne auch ich. - Bei mir wechseln die Vasen je nach Blumenschmuck oder Stimmung. Allerdings habe ich seit längerem trockene Hortensien in der Vase stehen, daher gibts bei mir vorläufig freitags keine Blumen. Außer, ich denke einmal gezielt daran, wäre daheim oder die trockenen Hortensienblütenstände gefallen mir nicht mehr.

    Liebe Grüße
    Sara

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