Samstag, 2. Mai 2015


Was einsame Waldspaziergänge angeht, da gehöre ich nicht gerade zu den mutigsten Menschen. Aber weil ich ungestört Fotos machen wollte und die Zeit dafür reif war, mußte es sein, und zwar heute am späten Nachmittag. Das Wetter spielte auch mit: Sonnenschein und blauer Himmel.

Um was es ging? Ich wollte in dem Laubwald des nahe gelegenen Erholungsgebiets Buchenberg (110 m ü. NN) die riesigen Bärlauchbestände fotografieren und hoffte, sie in voller Blüte vorzufinden. Vor Jahren war ich schon einmal dort und kannte den Weg.




Von der Hauptstraße bog ich in einen schmalen Weg, der keinen Gegenverkehr zuläßt, ein. Man darf mit dem Auto nur bis zum ca. 150 m entfernten 'Parkplatz für Wanderer' am Fuße des Buchenbergs fahren. Da der Bärlauch am lichten Waldrand wächst, benutzte ich den ziemlich steilen, beschwerlichen und nicht ganz ungefährlichen 'Baumwurzelpfad' nach oben.







Der Anblick aber, der sich mir dann dort oben bot, war einfach grandios: menschenleer und weit und breit nur Bäume in frischem Grün, Bärlauch in voller Blüte und ein zarter Knoblauchduft.






























 





 



Der ganze Waldboden zu beiden Seiten des Wanderwegs ist mit Bärlauch (Allium ursinum), der auch Waldknoblauch oder Hexenzwiebel genannt wird, bedeckt. Da jubeln alle Sinne! Und nicht die geringste Spur mehr von Angst oder Unwohlsein. Im Gegenteil: Jeder und jedes überflüssige Wort hätte einfach nur gestört. Mit allen Sinnen nimmt man diese Bilder in sich auf.




Bänke laden zum Verweilen ein. Ein schönes Fleckchen Erde so ganz in unserer Nähe. Ich sollte öfter hierher kommen.




Auf dem Weg nach unten zum Parkplatz fühlte ich mich ganz leicht. Natürlich ging es dabei auch ziemlich bergab. Aber es war nicht nur das...













Mein Rat: Zieht Eure Wanderschuhe an und macht Euch auf den Weg. Es lohnt sich.

Einen schönen Abend.


Kommentare:

  1. Hallo Edith, ein wundervolles Gartentagebuch hast du da erstellt. Vielen Dank für die tollen Waldbilder, so ein Ausflug belebt und lässt einem so manche Sorge leichter nehmen

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  2. Guten Morgen Edith, ein wundervoller Spaziergang für die Sinne - vor vielen Jahren bin ich dort mit dem Rad entlang, allerdings nicht zur Bärlauchzeit. Stimmt, die Schönheit der näheren Umgebung zu entdecken hat einen ganz besonderen Reiz - vielen Dank fürs Mitnehmen. Einen sonnigen Sonntag, Marita

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  3. Liebe Edith! Der Anblick Deiner traumhaften Waldbilder hat uns motiviert, dem Buchenbergwald nach langer Zeit mal wieder einen Besuch abzustatten und es war genauso, wie Du es beschrieben hast: ein unglaublich sattes Grün, eine herrliche Stille und ein angenehmer Knoblauchduft erwartete uns und unsere Sinne! Man muss nicht weit reisen, um ein Stückchen Himmel auf Erden zu finden! Danke, dass Du uns das mit Deinem tollen Gartentagebuch gezeigt hast! Wir wünschen Dir noch einen sonnigen Tag, liebe Grüße, Peter und Nicole

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  4. Hallo liebe Edith,
    hab grad unter Deinen Kommentar bei mir geantwortet, und nun doch noch Deinen zauberhaften Blog entdeckt, wunderschöne Bilder von Deinem einsamen Waldspaziergang :)
    Werde versuchen öfter hier vorbei zu schaun, es gefällt mir hier sehr gut :))))))
    herzlichste Grüße Brigitta

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  5. Liebe Edith,

    was für schöne Bilder! So schön,, die Baumwurzeln und knorrigen Bäume und der viele Bärlauch, erinnert mich an die Lichtenberge bei uns, die ich auch schon im Blog zeigte. Und im Garten hab' ich jetzt sogar auch Bärlauch.
    Ich glaube, in den Wäldern passiert weniger, als speziell Frauen oft denken. Heutzutage sind so viele Menschen dort unterwegs, oft mit Hunden. Man kann kaum 3 Minuten für sich sein. Rein statistisch passiert dort eher selten etwas, in der belebten Stadt viel eher. Aber es kann schon unheimlich sein .... aber ich geh' auch oft allein und habe keinen Hund.

    Danke auch für Deine interessanten Zeilen bezüglich des Immergrüns, die ich bei mir im Blog noch beantwortet habe.


    Liebe Grüße
    Sara

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  6. Diese Bärlauchfotos sind ja traumhaft.

    Viele Grüße
    Margrit

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