Freitag, 26. August 2016

Mit Hortensien auf NUMMER SICHER...

Mit dem Phlox und dem Blutweiderich hatte ich mir kürzlich die reinsten Krümelmonster ins Haus geholt. Vor allem Letzterer warf in Windeseile fortlaufend Blütenblätter ab, so dass ich mit dem Putzen fast nicht mehr hinterher kam. 




Da lob' ich mir doch meine Hortensien, die (na ja, mit Ausnahme der Tellerhortensien, die aus ihrer Mitte auch gerne mal etwas fallen lassen) zu der 'stubenreinen' Kategorie gehören und die ich auch wegen ihrer außergewöhnlich langen Blütezeit zu meinen Favoriten erkoren habe. 

Und wenn man es geschickt anstellt durch langsamen (Wasser-) 'Entzug', bereiten sie einem noch als Trockenblumen lange Zeit Freude. Zu Weihnachten mit Gold besprüht, verhilft man ihnen dann  zu ihrem ganz großen Auftritt. Aber bis dahin dauert es ja zum Glück noch ein Weilchen...

Wie Ihr wohl schon ahnt, gehe ich also heute bei meinem Freitagsstrauß mit Hortensien auf NUMMER SICHER. 











All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein schönes Wochenende.

Mittwoch, 24. August 2016

'Wilder Schwan' in meinem Garten...



Ihr Name ist 'Herbstanemone', obwohl die extrem lange Blütezeit der hier gezeigten  'Wild Swan' (Anemone x cultorum) schon im Mai beginnt und bis in den Oktober hinein reicht. 





Diese Staude mit buschig-horstigem Wuchs gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Sie blüht überreich, mag Halbschatten und lehmig-humosen Boden. Mit einer Größe von ca. 50 cm ist sie deutlich kleiner als Anemone hupehensis, die 100 cm bis sogar 120 cm Höhe erreichen kann.


'Wild Swan' hat eine weiße Blüte mit gelbem Auge und blauer Unterseite, was sie zu einem echten Hingucker macht, ob nun ausgepflanzt oder im Kübel. 


Die abgelichtete Pflanze habe ich mir selbst im vergangenen Jahr 'geschenkt', im Kübel überwintert und erst kürzlich im Garten ausgepflanzt.  Ich finde sie einfach wunderschön, kann mich gar nicht sattsehen an ihr. 


Wenn ich genug Platz hätte, würde ich mir noch mehr davon kaufen. Aber erst sollte ich vielleicht abwarten, ob sie mir dauerhaft gut gesonnen ist. Bei mir hat sich nämlich schon die eine oder andere Herbstanemone klammheimlich aus dem Staub gemacht. 'Totgelobt' nenne ich das...


Und wie sieht es bei Euch mit Herbstanemonen aus?

All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen Tag.

Sonntag, 21. August 2016

'Heimat des Herzens'...


Wie auf Knopfdruck weckte die Nordsee um die Insel Langeoog Kindheitserinnerungen in mir. Plötzlich waren auf einmal all die alten Bekannten wieder da: 

'Nis Randers', die Ballade von Otto Ernst über die dramatische Rettung eines Schiffbrüchigen, 'Trutz, blanke Hans' von Detlev Liliencron mit 'Heut bin ich über Rungholt gefahren, die Stadt ging unter vor fünfhundert Jahren...', die plattdeutschen Gedichte von Klaus Groth 'Lütt Matten, de Has', 'Min Modersprak' und 'Min Jehann'. 

Das Lied 'Min Jehann' wurde auf der Trauerfeier von Helmut Schmidt auf seinen Wunsch hin von Jochen Wiegandt sehr einfühlsam und wunderbar mit Gitarrenbegleitung vorgetragen und wird vielen und auch mir unvergeßlich bleiben. 

Dann sind da noch die Klabautermann-Geschichten über den etwas merkwürdigen Schiffsgeist, der den Kapitän bei Gefahren warnt. 


Und ganz automatisch begann ich irgendwann zu pfeifen: 'Wo de Nordseewellen trecken an den Strand...'


'Wo de Nordseewellen trecken an den Strand,
wo de geelen Blömen bleuhn int gröne Land,
wo de Möwen schrieen hell int Sturmgebrus
do is mine Heimat, do bün ick to Hus,
wo de Möwen schrieen hell int Sturmgebrus,
do is mine Heimat, do bün ick to Hus'. 



'Well'n un Wogen ruschen weern min Weegenleed,
un de hohen Dieken seh'n min Kinnerleed,
markten ok min Sehnen un min heet Begehr:
in de Welt to flegen, ower Land un Meer,
markten ok min Sehnen un min heet Begehr:
in de Welt to flegen, ower Land un Meer'.

    
'Wohl hett mi dat Lewen all min Lengen still,
hett mi all dat geven, wat min Hart erfüllt;
alles is verswunnen, wat mi drück un dreev,
hev dat Glück woll funnen, doch dat Heimweh bleev,
alles is verswunnen, wat mi drück un dreev,
hev dat Glück woll funnen, doch dat Heimweh bleev'.


'Heimweh nach min schöne, gröne Marschenland,
wo de Nordseewellen trecken an de Strand,
wo de Möwen schrieen hell int Stormgebrus,
do is meine Heimat, do bün ick to Hus,
wo de Möwen schrieen hell int Stormgebrus,
do is meine Heimat, do bün ick to Hus.'
 Martha Müller-Grählert (1876 - 1939)


'Min Modersprak, so slicht un recht,
du ole frame Red.
Wenn blot en Mund 'min Vader' seggt,
so klingt mi't as en Bed.
So herrli klingt mi keen Musik
un singt keen Nachtigall;
mi lopt je glik in Ogenblick
de hellen Thran hendal'.
Klaus Groth


Von der Einschulung bis zur siebten Klasse ging ich in Schleswig-Holstein zur Schule. Diese Zeit scheint mich derart geprägt zu haben, dass mein Unterbewußtsein dieses Bundesland zur 'Heimat meines Herzens' gemacht zu haben scheint.




Deshalb sende ich heute mal von hier aus einen Gruß nach Erfde, einem Ort zwischen Rendsburg und Husum, der da lautet: "Leute, habt ihr es gut: Eider, Sorge, Treene fast im Vorgarten, die Nordsee mit den nordfriesischen Inseln nur einen Steinwurf weit entfernt. Und damit noch nicht genug. Von der anderen Seite lockt auch noch die Ostsee... Ob ihr dieses Glück wohl zu schätzen wißt?"




Die Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern.

Ich mußte diese Fotos vom Langeooger Strand hier noch zeigen, zu schade, wenn sie einfach im Archiv verschwunden wären.

Ja, ich weiß auch, dass Langeoog zu Niedersachsen gehört. Seid bitte nicht böse, dass ich mit den Bildern von Eurem Langeoog Schleswig-Holstein zur Heimat meines Herzens gekürt habe. Aber Ihr seid doch wie Bruder und Schwester, seit Euch das Wattenmeer Nordsee als UNESCO-Weltnaturerbe miteinander verbindet.

All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen Tag.

Freitag, 19. August 2016

Langeoog bietet mehr als Traumstrand und Meer...




Vor allen Dingen fielen mir die wunderschönen Himmelsbilder auf, die der Wind in Windeseile immer wieder neu zusammentrieb.


Das allein weckte schon den Wunsch in mir, mich einfach nur im Strandkorb zurückzulehnen, um dem Wolkentreiben zuzuschauen, dem Möwengeschrei und dem Rauschen des Meeres zu lauschen.

  
Die Meerseite habe ich ja schon gezeigt. Hier folgen nun Fotos von der Dünenseite. Die Dünen dürfen aus Küstenschutzgründen nicht betreten werden.



Und hier folgt nun diese urige Dünenlandschaft, die von Wanderwegen durchzogen ist und zu Radtouren in der gesunden, salzhaltigen Luft geradezu einlädt.

 
 





  

Ich habe herauszufinden versucht, was es mit den Kästen auf obigem Foto auf sich hat. Es soll sich um Bienenstöcke handeln, die vom Festland hier aufgestellt wurden. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Mir erschienen sie - jedenfalls aus der Ferne betrachtet - dafür zu klein, erinnern eher an Vogelhäuschen.


Bei meinem Gang durch den Ort habe ich die Inselkirche besucht.
 



'Sehenswert ist das ungewöhnliche Altarbild, das der Künstler Hermann Buß aus Norddeich anläßlich der Restaurierung der Inselkirche in den Jahren 1988/ 1989 schuf. Es zeigt als Leitmotiv ein gestrandetes Schiff und bildet einen scharfen Kontrast zu dem Bild tragenden Retabel von 1889...' Quelle:Wikipedia


Auf dem Wasserturm  war ich nicht, weil dort unzählige Menschen in einer Schlange standen. Ich wollte meine kostbare Zeit nicht mit Warten verplempern.







Dies wäre ein Ort für meinen Enkel. Dort findet zur Zeit eine Aktion für Kinder ab 5 Jahren statt, die ihn ganz sicher begeistern würde. 

Das ist das Inselmuseum 'Seemannshus', wo das Standesamt untergebracht ist, mit der Hochzeitsbank vor der Haustür. 



Wer dort heiratet, dessen Liebe wird nicht, wie es auf den ersten Blick hin scheint, mit 'Füßen getreten'. Nein, sie ist für alle Zeiten für jeden Besucher sichtbar in 'Stein gemeißelt', eine tolle Idee. Allein schon deshalb lohnt es sich, auf Langeoog zu heiraten.



Um 17.30 Uhr ging die letzte Inselbahn zum Hafen und damit auch die letzte Fähre an diesem Tag. Erschöpft, aber glücklich ergatterte ich einen Sitzplatz. Auf dem Heimweg gab es noch einen schönen Sonnenuntergang. Was will ich mehr? Für mich war es ein perfekter Tag.




Irgendwo habe ich sinngemäß gelesen, dass ein Urlaub auf Langeoog schon auf der Fähre beginnt und der Alltag auf dem Festland zurück bleibt. Wenn man auf der Insel in der unverfälschten Natur am Strand oder im Wattenmeer unterwegs ist und sich eine frische Brise um die Nase wehen läßt, soll das alle Sinne beleben und stärken. 

Das kann ich voll und ganz bestätigen. Ob sie meine Insel fürs Leben werden kann, wie dort auch versprochen wird, werde ich noch herausfinden. Ich habe mir vorgenommen, weitere ostfriesische Inseln zu besuchen.

Die Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern.
All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen schönen Tag.